"Bild"-Boom: Springer-Verlag erzielt Rekordergebnis - DER SPIEGEL
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"Bild"-Boom Springer-Verlag erzielt Rekordergebnis

Der Axel Springer Verlag hat 2004 das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte verbucht. Das Medienhaus profitiert vor allem vom guten Abschneiden der Boulevardblätter "Bild" und "Bild am Sonntag".
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Berlin - Der Medienkonzern steigerte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (EBITA) von 215,4 Millionen Euro 2003 auf 335,8 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Der Umsatz des Axel Springer Verlags   stieg den Angaben zufolge um 3,5 Prozent von 2,32 Milliarden auf 2,4 Milliarden Euro.

Vorstandschef Matthias Döpfner begründete das gute Abschneiden trotz schlechter Marktlage mit einer Umsatzsteigerung im Zeitungsbereich, einem stärkeren Anzeigengeschäft und stabilen Vertriebserlösen. Die Titel "Bild" und "Bild am Sonntag" hätten das höchste Ergebnis ihrer Geschichte erwirtschaftet.

Auf eine Prognose, wann der Verlustbringer "Welt" erstmals in die Gewinnzone kommt, ließ sich Döpfner nicht festlegen. Auch auf Spekulationen, wonach Springer in Deutschland eine Gratis-Zeitung plant, wollte der Vorstandschef nicht näher eingehen.

Für 2005 erwartet Döpfner erneut einen leichten Umsatzzuwachs. Er begründete dies mit besseren Konjunkturaussichten und dem erfolgreichen Restrukturierungskurs des Unternehmens. "Wir werden eine Konjunkturwende erleben", sagte Döpfner. Beim Stellenmarkt - einem wichtigen Frühindikator - habe sich das Geschäft bereits belebt. Auch im Anzeigengeschäft sei der "Konjunkturwinter" vorbei.

Zur Beteiligung des Konzerns an der ProSiebenSat.1-Gruppe, sagte Döpfner, man gedenke, den jetzigen Anteil von zwölf Prozent entweder zu einem geeigneten Zeitpunkt verkaufen oder aufzustocken, um daraus eine strategische Beteiligung von über 25 Prozent zu machen.

Bereits im Januar hatte der SPIEGEL über mögliche Zukäufe von Springer bei ProSiebenSat.1   berichtet. Demnach will der Medienkonzern Anteile des ProSiebenSat.1-Großaktionärs Haim Saban übernehmen.