Bilder-Chronik: Die Karriere des Schering-Konzerns - DER SPIEGEL
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Bilder-Chronik Die Karriere des Schering-Konzerns

Nach 155 Jahren ging in der vergangenen Woche eine Ära zu Ende: Die Aktionäre des Schering-Konzerns segneten die Übernahme durch Bayer ab. Ein Rückblick in Bildern auf den Werdegang einer deutschen Pharma-Legende.
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Berlin - "Wir verlieren unsere Unabhängigkeit unfreiwillig, und das bedaure ich sehr", sagte Schering-Aufsichtsratschefs Giuseppe Vita. "Ich bin aber überzeugt, dass wir bei Bayer gut aufgehoben sind."

Seinen Aufstieg begann Schering mit einem Verjüngungsmittel, dessen Wirksamkeit gegen Gichtleiden man erst später erkannte. Entscheidend für den Vorstoß in die Weltliga der Pharmakonzerne aber war die Erfindung der Anti-Baby-Pille, die erstmals 1961 auf den Markt kam.

Doch auch in anderen Bereichen hatten die Schering-Forscher Erfolg - etwa 1988 mit dem weltweit ersten Kontrastmittel für die magnetische Resonanztomographie, Magnevist. Zum Kassenschlager entwickelte sich schließlich das Multiple-Sklerose-Medikament Betaseron/Betaferon, das 1993 eingeführt wurde. Erfinder und Produzent ist allerdings der US-Pharmahersteller Chiron. Schering hält lediglich die Vermarktungsrechte.

Das aus der Fusion entstehende Unternehmen Bayer-Schering-Pharma soll seinen Sitz in Berlin behalten und steigt zum größten deutschen Pharmakonzern auf. Im Internationalen Vergleich reicht es aber trotzdem nur für den fünften Platz.

mik