Billiger Dollar: Opel will Astra in Amerika bauen - DER SPIEGEL
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Billiger Dollar Opel will Astra in Amerika bauen

Erst Airbus, dann Volkswagen - jetzt auch Opel: Wegen des teuren Euro denken immer mehr Unternehmen über eine Produktionsverlagerung in den Dollar-Raum nach. Bei Opel gibt es Pläne, den Astra in den USA zu bauen.
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Frankfurt am Main - Einen amerikanischen Eigentümer hat Opel schon - den Detroiter Konzern General Motors   (GM). Doch nun könnte das Unternehmen noch amerikanischer werden: Opel-Chef Hans Demant sagte am Rande einer Automobilkonferenz in Frankfurt, es gebe Überlegungen, den Kompaktwagen Astra in Zukunft auch in den USA bauen zu lassen.

Der Astra ist für Opel ein äußerst wichtiges Modell. In Nordamerika sei es sehr positiv aufgenommen worden, sagte Demant. In den ersten zehn Monaten 2007 waren 40.000 Astra aus dem Werk im belgischen Antwerpen in die USA verschifft worden, 10.000 mehr als ursprünglich geplant.

"Wir müssen sehen, wie sich das Fahrzeug weiter entwickelt", sagte Demant. Generell habe das Unternehmen aber die Strategie, Wagen dort vom Band laufen zu lassen, wo sie verkauft werden. Ein Opel-Sprecher stellte klar, dass dies frühestens ab 2010 denkbar wäre, wenn das Nachfolgemodell des aktuellen Astra auf dem Markt sei.

GM kämpft derzeit mit einem schrumpfenden Absatz im wichtigsten europäischen Automobilmarkt Deutschland. Auch auf dem Heimatmarkt USA, wo GM wie die anderen US-Autobauer massiv Produktionskapazitäten zurückfährt und Personal abbaut, waren die Verkäufe zuletzt eingebrochen.

Hinzu kommt der Dollar-Verfall, der zwar Exporte aus den USA erleichtert, umgekehrt aber die in den USA erzielten Erlöse in den Kassen europäischer Unternehmen schrumpfen lässt. "Das ist ein Thema, das uns richtig Sorgen macht", sagte Demant.

Der hohe Euro-Kurs macht die Produktion in Europa vergleichsweise teuer. Neben Opel denken deshalb auch Volkswagen   und Airbus über den Aufbau neuer Produktionsstätten im Dollar-Raum nach.

wal/Reuters/dpa