Billiger Kredit: EZB lässt Zinsen im Keller - DER SPIEGEL
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Billiger Kredit EZB lässt Zinsen im Keller

Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen. Gleichzeit wächst die Sorge über das hohe Wachstum der Geldmenge.
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Frankfurt am Main - Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins betrage weiterhin 2,00 Prozent, teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Leitzins liegt damit seit Juni 2003 auf dem niedrigsten Niveau der Nachkriegszeit. Die EZB wird nach Einschätzung der meisten Bankenvolkswirte die Zinsen frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahres anheben.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sieht trotz einiger Risiken weiterhin keine Gefahr für die Preisstabilität in der Eurozone. Es gebe keinen Hinweise, dass sich "bedeutender Infaltionsdruck" aufbaue, sagte er am in Frankfurt auf der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung. Risiken für die Preisstabilität sieht Trichet etwa im hohen Wachstum der Geldmenge M3. Die EZB werde deshalb wachsam bleiben.

Zum Wirtschaftswachstum sagte Trichet, zu Jahresbeginn habe es ermutigende Anzeichen für eine Erholung gegeben. Allerdings sei die Entwicklung des privaten Konsums nicht ausreichend dynamisch. Dies sei eine Folge des geringen Vebrauchervertrauens, das auf Angst vor künftiger Inflation zurückzuführen sei. Die EZB werde jedoch alles dafür tun, um Preisstabiltät zu sichern. Es gebe aber auch Zeichen, dass der private Konsum in den kommenden Monaten robuster werden könnte.

Die Zentralbank ließ auch den Zinskorridor für den Geldmarkt unverändert. Die Sätze dafür betragen weiterhin 1,00 Prozent für Übernachteinlagen der Banken bei der EZB und 3,00 Prozent für Übernachtkredite.