Billiges Öl Preise im Großhandel brechen ein
Wiesbaden - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Großhandelspreise im Vergleich zum Dezember 2007 um 3,3 Prozent gefallen. In der Konsequenz dürften davon die Bürger profitieren, weil der Einzelhandel und andere Großhandelsabnehmer die gesunkenen Preise zum Teil an die Verbraucher weitergeben.
Die Entwicklung im Großhandel gilt zudem als Indikator für die künftige Preisentwicklung in Deutschland. Demnach werden die Preise weiter fallen. Die Gefahr dabei: Sie könnten zu stark absacken. Der Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hatte zuletzt vor der Gefahr einer tiefgreifenden Deflation und damit immer weiter sinkenden Preisen gewarnt.
Die Talfahrt der Großhandelspreise begann im August 2008. Zuvor - zwischen Januar und Juli 2008 - waren die Preise stark gestiegen. Ursache dafür war der zum damaligen Zeitpunkt nach oben schnellende Ölpreis. Der stieg bis Sommer auf das Rekordhoch von 147 Dollar je Fass. Auch die Großhandelspreise stiegen im Juli 2008 auf das 27-Jahres-Hoch von 9,9 Prozent. Darum steht unter dem Strich für das Gesamtjahr 2008 auch ein durchschnittlicher Preisanstieg um 5,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2007.
Wegen der weltweit sinkenden Nachfrage infolge der Finanzkrise kostet ein Fass Öl derzeit nur noch rund 40 Dollar. In der Folge sind auch die Großhandelspreise kräftig gesunken.