Billigflieger: Langstrecke im Visier - DER SPIEGEL
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Billigflieger Langstrecke im Visier

Die bevorstehende Deregulierung des transatlantischen Flugverkehrs könnten auch die Billigflieger locken. Nach Einschätzung von easyJet-Chef Ray Webster werden einige Konkurrenten künftig Langstrecken in Angriff nehmen.
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Hamburg - "Es wird jemand kommen und Billigflüge auf der Langstrecke anbieten", sagte Webster der "Financial Times Deutschland". Dabei werde es sich aber nicht um easyJet handeln, weil sich Europas größte Billigfluggesellschaft auf das Geschäftsfeld Kurzstrecken konzentrieren wolle.

Die europäischen Verkehrsminister beraten in dieser Woche darüber, ob die EU-Kommission - wie von Transportkommissarin Loyola de Palacio gefordert - ein Mandat für Verhandlungen über ein neues Luftverkehrsabkommen zwischen der EU und den USA erhalten soll. Bislang konnte darüber allerdings noch keine Einigung erzielt werden. Bei einem neu verhandelten Abkommen könnten europäische Fluggesellschaften aus allen anderen EU-Mitgliedstaaten Langstreckenflüge in die USA und wohl auch zu anderen Fernzielen anbieten.

Nach seiner Einschätzung würde dies dazu führen, dass Billigfluglinien auch Langstrecken eroberten, sagte der easyJet-Chef. Dies sei gleichbedeutend mit dem Ende der großen Drehkreuze. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sei es auch auf Langstrecken möglich, die Kosten erheblich zu senken und die etablierte Konkurrenz unter Druck zu setzen.

Als möglichen Kandidaten für Langstrecken-Billigflüge sieht Webster die britische Virgin Atlantic des Milliardärs Richard Branson. Wie die "FTD" schreibt, erwäge das Unternehmen Brancheninformationen zufolge tatsächlich, Langstrecken von Brüssel aus anzubieten, sobald dies rechtlich möglich sei. Dort ist nach der Insolvenz der Sabena ein Vakuum entstanden. Zudem ist die Gruppe in Brüssel bereits mit der Billigfluggesellschaft Virgin Express am Start.