Billigflieger: Ryanair erwartet Gewinneinbruch - DER SPIEGEL
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Billigflieger Ryanair erwartet Gewinneinbruch

Die Airline-Krise erwischt den irischen Billigflieger Ryanair. Die Gesellschaft rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit massiven Verlusten. Vor allem die hohen Kerosinkosten belasten.
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Dublin - Bei Ryanair mag derzeit niemand an ein erfolgreiches Geschäftsjahr glauben. Nach einem drastischen Gewinnrückgang befürchtet der irische Billigflieger bis zu 60 Millionen Euro Verlust. Bestenfalls könnte beim Ergebnis eine Null erreicht werden, prognostizierte die Gesellschaft.

In dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Quartal brach der Gewinn um 85 Prozent auf 21 Millionen Euro ein. Hauptgrund seien die drastisch gestiegenen Treibstoffpreise. Die Kerosinrechnung der Airline sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 93 Prozent auf 367 Millionen Euro gestiegen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Die Treibstoffkosten machten nun die Hälfte aller Ausgaben verglichen mit 36 Prozent vor Jahresfrist aus.

Dennoch will die Gesellschaft bei ihrer Preispolitik bleiben, von den Passagieren keine Zuschläge für den teurer gewordenen Treibstoff zu verlangen. "Wir werden weiterhin die höheren Ölpreis absorbieren, selbst wenn dies bedeutet, dass wir kurzfristig Verluste verbuchen müssen", betonte O'Leary.

Die Passagierzahl von Ryanair stieg im ersten Quartal um 19 Prozent auf 15 Millionen, und der Umsatz legte um 12 Prozent auf 777 Millionen Euro zu. Bei der Jahresgewinnprognose geht Ryanair von einem Ölpreis bei 130 Dollar je Barrel (159 Liter) aus sowie einem Rückgang der durchschnittlichen Ticketpreise um fünf Prozent.

Analysten erwarten, dass Ryanair und andere Billigflieger angesichts der Ölpreisentwicklung noch schwierigeren Zeiten entgegengehen. Die Zahlen von Ryanair blieben hinter den Erwartungen zurück, sagte Collins Stewart von der Analysefirma Andrew Fitchie. Die Iren würden "direkt im wirtschaftlichen Sturm" fliegen.

suc/dpa