Bio-Kette: Basic will Kunden wieder versöhnen - DER SPIEGEL
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Bio-Kette Basic will Kunden wieder versöhnen

Empörte Käufer und Boykottaufrufe von Lieferanten: Die Bio-Supermarktkette Basic versucht händeringend, das Vertrauen ihrer Kunden wieder zu gewinnen. Und streitet sich deshalb mit der Lidl-Gruppe, wer die Idee hatte, dass der Discounter sich bei dem Bioladen einkauft.
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München - Sie haben ihre Lektion gelernt und sind vorsichtiger geworden: In den kommenden Monaten werde sich auch klären, "welche neuen Investoren die Anteile der Schwarz- Gruppe übernehmen werden", hieß es heute bei der Basic AG in München. Derzeit arbeite man außerdem an einem Konzept für eine neue Unternehmensstrategie. "Wir führen derzeit einige erfolgversprechende Verhandlungen und sind sicher, bald eine perfekte Lösung für die Zukunft der Basic AG gefunden zu haben. Das braucht etwas Zeit", erklärte Basic-Vorstand Josef Spanrunft.

Der Einstieg der Schwarz-Gruppe, die nach wie vor an Basic beteiligt ist, hatte im Herbst für empörte Proteste von Kunden und Lieferanten gesorgt. Mit der aktuellen Mitteilung reagierte das Unternehmen jetzt auf Äußerungen von Lidl-Aufsichtsrat Walter Pötter, der das Basic-Management in der "tageszeitung" kritisiert hatte. "Es ist unverschämt, uns zum Sündenbock zu machen. Schließlich sind nicht wir auf Basic zugegangen, sondern die brauchten Geld und haben händeringend nach einem Investor gesucht", hatte Pötter erklärt.

Basic-Mitbegründer Georg Schweisfurth sei mit einer Minderheitsbeteiligung der Schwarz- Gruppe einverstanden gewesen und habe sogar selbst Mitglied des Vorstands werden wollen. "Erst als er keine derartige Zusage bekommen hat, ist Schweisfurth zum Anführer der Lidl-Kritiker geworden", zitierte die "taz" Pötter.

"Ich war von Anfang gegen die Beteiligung der Schwarz-Gruppe an der Basic AG, weil die Unternehmensphilosophien nicht vereinbar sind", erklärte dagegen Schweisfurth. Als der Einstieg nicht mehr abwendbar gewesen sei, "bin ich aktiv auf die Schwarz- Gruppe zugegangen, um eine Lösung für das Problem zu finden". Er habe sich als Vorstand angeboten, "da ich dies als Chance für Basic und unsere Werte gesehen habe". Auch die Schwarz-Gruppe habe "letztendlich eingesehen, dass wir nicht zusammen passen."

Im Zuge des "Kundenboykotts" um den Schwarz-Einstieg sei es zu Umsatzeinbußen gekommen, räumte Schweisfurth ein. "Jetzt normalisiert sich die Lage wieder und die Kunden kehren nach und nach wieder zurück." In den vergangenen Wochen sei man wieder "auf dem Weg zu den Umsätzen des Vorjahres" gewesen.

sam/dpa-AFX