Birkshire Hathaway Buffett hat wieder kräftig verdient
New York - Der Nettogewinn von Berkshire Hathaway sei um 33 Prozent auf 3,12 Milliarden Dollar gestiegen, teilte die Firma gestern Abend nach Börsenschluss mit. Der Betriebsgewinn legte den Angaben zufolge im zweiten Quartal um 22 Prozent auf 2,51 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz sei um 13 Prozent auf 27,35 Milliarden Dollar geklettert. Der Halbjahresgewinn je Aktie stieg auf 5713 Dollar. Die Berkshire-Aktien notierten zum Wochenschluss mit 109 000 Dollar um 0,1 Prozent niedriger. Der hohe Kurs rührt daher, dass Buffett nie einen Aktiensplit bei Berkshire vorgenommen hat.
Die guten Zuwächse bei Versicherungs- und Versorgerunternehmen hätten die schwierige Geschäftsentwicklung bei Firmen wettgemacht, die der strauchelnden US-Immobilienbranche nahe stünden, hieß es. Berkshire beendete das Quartal mit einem Bargeldbestand von knapp 47 Milliarden Dollar, was Buffett Spielraum für Akquisitionen gibt.
Berkshire kontrolliert insgesamt rund 70 Tochterfirmen. Dazu zählen neben Versicherungsriesen wie dem Autoversicherer Geico und mehrere Rückversicherungen auch Pipeline- und Versorgungsunternehmen, Großhandelskonzerne, Teppichhersteller, Fertigbaufirmen, Restaurantketten, Textilfirmen, Schmuckhersteller und viele andere Gesellschaften. Berkshire hält auch riesige Aktienpakete von zahlreichen Großkonzernen wie Coca-Cola, Procter & Gamble und American Express im Gesamtwert von 73 Milliarden Dollar.
Der auch als "Orakel von Omaha" bekannte legendäre Investor Buffett ist nach der jüngsten Liste der Superreichen des US- Wirtschaftsmagazins "Forbes" mit einem Vermögen von 52 Milliarden Dollar nach Microsoft-Gründer Bill Gates zweitreichster Mann der Welt. Er hat der Stiftung von Linda und Bill Gates fast sein gesamtes Vermögen zugesagt.
mik/Reuters