Bloomberg Wahlsieg teuer erkauft
New York - Noch nie zuvor hat ein Privatmann so viel für einen Wahlkampf ausgegeben: Rund 69 Millionen Dollar (151 Millionen Mark) hat sich der Milliardär den Kampf um die politische Macht kosten lassen.
Damit hat er selbst den texanische Milliardär Ross Perot übertroffen, der als Kandidat für den Präsidentschaftswahlkampf 1992 nur 62 Millionen Dollar ausgab. Mit der gleichen Summe schaffte es der Wallstreet-Millionär Jon Corzine im vergangenen Jahr, Senator in New Jersey zu werden.
Amerikanische Bürgerinitiativen kämpfen seit längerem gegen die ausufernden Wahlkampagnen, bei denen Unvermögende nicht mehr mithalten können. Mit Blick auf den neuen Rekord von Bloomberg sagte Rachel Leon von der Interessengruppe Common Cause: "Das ist eine astronomische Summe und ein wirkliches Problem für die Demokratie". Zum Vergleich: Allein in den letzten fünf Wochen verschoss Bloomberg rund 28 Millionen Dollar für öffentliche Aufmerksamkeit. Das war rund doppelt so viel, wie sein Gegner Mark Green für seinen gesamte Wahlkampf zur Verfügung hatte.
Das persönliche Vermögen des 59-jährigen Bloomberg, des Gründers des gleichnamigen Finanzunternehmens, wird auf vier Milliarden Dollar geschätzt. Er übernimmt das Amt am 1. Januar 2002.