BMW 3er + X5 = Rekord!
Detroit - Sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz meldete BMW für das Jahr 2000 Bestmarken. Die Umsatzrendite sei so hoch ausgefallen wie nie zuvor, sagte Konzernchef Joachim Milberg am Montag auf der Automobilshow in Detroit.
Damit hat 2000 dem BMW-Konzern und seinen Aktionären trotz der Trennung von der verlustreichen Rover-Tochter auch einen Rekordgewinn beschert. Dennoch rutschte der Kurs ins Minus. Die Analysten begründeten die Börsenentwicklung mit Gewinnmitnahmen.
Die Zahl der Auslieferungen von Fahrzeugen der Marke BMW sei weltweit um 9,4 Prozent auf 822.000 gestiegen, berichtete Milberg. Im Monat Dezember lag das Plus sogar bei 13,7 Prozent.
Trotz Stagnation Marktanteil in Deutschland erhöht
Im Inland stagnierte der Absatz im Gesamtjahr bei 240.600 verkauften BMW-Autos. Weil der Gesamtmarkt gleichzeitig einbrach, sei der Marktanteil von 6,2 auf 7 Prozent gestiegen. Dies sei der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte.
Auch für BMW-Motorräder war 2000 ein Rekordjahr. Laut Mitteilung wurden 74.500 Zweiräder verkauft, 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Kurs der BMW-Aktie sank am Montag zwischenzeitlich um knapp zwei Prozent auf rund 37 Euro.
Bei Umsatz und Umsatzrendite habe der Konzern Bestwerte erzielt, sagte Milberg, ohne konkrete Zahlen zu nennen. 1999 waren die Erlöse um knapp sieben Prozent auf erstmals rund 67,3 Milliarden Mark gestiegen.
Milberg hatte zudem bereits vor einigen Wochen angekündigt, das Ergebnis 2000 werde "nicht unerheblich besser" ausfallen als im bisherigen Rekordjahr 1997. Damals betrug der Gewinn 1,25 Milliarden Mark. Das Jahr 1999 hatte der Konzern wegen der Rover-Krise mit einem Fehlbetrag von 4,9 Milliarden Mark abgeschlossen.
In den USA und Asien aufgetrumpft
In den USA, dem wichtigsten Auslandsmarkt, steigerte BMW den Absatz im Jahr 2000 um knapp ein Viertel auf gut 189.000 verkaufte BMW-Autos. Damit habe sich der Absatz in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt, hieß es. Zuletzt hätten insbesondere der X5 und die 3er-Reihe zur gestiegenen Nachfrage beigetragen.
In Großbritannien sank der BMW-Absatz im Jahr der Rover-Trennung um drei Prozent auf 68.300 Fahrzeuge. In Italien, Spanien, Belgien und Südafrika fiel der Zuwachs dagegen zweistellig aus. In Japan stieg der Absatz um zwei Prozent auf 35.900 verkaufte Autos.
Auf der Auto-Show in Detroit präsentierte der Konzern erstmals das M3 Cabrio, das im Frühjahr auf den Markt kommen soll. Zudem zeigte der weiß-blaue Autobauer erstmals die neue Hochleistungsversion des geländegängigen Mehrzweckfahrzeugs X5.