BMW-Absatzzahlen: Jetzt wird Mercedes gejagt - DER SPIEGEL
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BMW-Absatzzahlen Jetzt wird Mercedes gejagt

Während bei Konkurrenten der Absatz lahmt, kommt BMW seinem Ziel näher, in diesem Jahr erstmals mehr als eine Million Autos zu verkaufen. Experten glauben, dass BMW in ein paar Jahren die Konkurrenz aus Stuttgart überholen kann.
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München - Für die Zukunft hat BMW-Chef Helmut Panke ein langfristiges und ein kurzfristiges Ziel formuliert. Das erste, die Verkaufsmillion in diesem Jahr zu schaffen, wird er aller Voraussicht erreichen. Denn wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 543.700 Autos verkauft, ein Anstieg von 18,2 Prozent.

Für das deutliche Plus sorgten vor allem neue Modelle wie der 7er, der X-5 und der Mini. Der Erfolg der erneuerten Modellpalette half BMW, auch beim Gewinn nach Steuern, der um 7,7 Prozent auf 1,261 Milliarden Euro anstieg, einen Bestwert zu erzielen. Der Umsatz kletterte um gut elf Prozent auf 22,4 Milliarden Euro.

So kann Panke sein längerfristiges Ziel schärfer in den Blick nehmen - Mercedes zu überrunden und zum weltweit führenden Hersteller für Premiumautomobile aufzusteigen. Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler glaubt, dass BMW dies innerhalb der nächsten fünf Jahre erreichen könnte. Seine Begründung: Mercedes wachse einfach langsamer, da die Modell-Palette der Stuttgarter bereits abgerundet sei. Auch Michael Raab von Sal Oppenheim glaubt, dass BMW bei der Aufholjagd gute Karten hat.

Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen gab sich BMW optimistisch, dass der positive Trend auch im zweiten Halbjahr anhält. Voraussichtlich werde man im Gesamtjahr bei Gewinn und Umsatz die Vorjahreswerte übertreffen. Für BMW wäre es das dritte Rekordjahr in Folge.

Die Verkaufsergebnisse im einzelnen: Von der Marke BMW wurden im ersten Halbjahr gut 481.300 Fahrzeuge verkauft, das sind 4,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2001. Von der Marke Mini wurden rund 62.410 Fahrzeuge ausgeliefert. Im Segment Motorräder erzielte der Konzern ein Absatzplus von 4,5 Prozent. Mehr als 58.430 Fahrzeuge wurden ausgeliefert.

Auch der Fiskus half BMW übrigens dabei, seine Gewinne zu steigern: Die Steuerlast des Konzerns fiel im zweiten Quartal im zehn Prozent auf 391 Millionen Euro, nach 433 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.