BMW Aus Freude an Rekorden
München - BMW hat im dritten Quartal 2003 den Gewinn gesteigert und die Erwartungen der Analysten dabei erfüllt. Obwohl der Konzernumsatz auf Grund des starken Euros um 0,3 Prozent leicht sank, bekräftigte BMW-Chef Helmut Panke die Ziele für das Gesamtjahr.
"Auch im Hinblick auf die Ergebnisentwicklung verläuft das Geschäftsjahr 2003 wie vorgesehen", sagte BMW-Chef Helmut Panke am Donnerstag. "Trotz umfangreicher Vorleistungen für die Produkt- und Marktinitiative werden wir aus heutiger Sicht auf Konzernebene ein Ergebnis auf dem Niveau des Spitzenwertes des Vorjahres erreichen." 2002 hatte BMW operativ einen Rekordgewinn von knapp 3,3 Milliarden Euro und einen Überschuss von 2,02 Milliarden Euro eingefahren.
Der Absatz aller Marken - BMW, Rolls-Royce und Mini - solle zudem die Rekordwerte des Vorjahres übertreffen, so Panke. Von dem neuen 5er-Modell habe der Konzern in den ersten drei Monaten seit Markteinführung 10 Prozent mehr Autos abgesetzt als von dem Vorgängermodell. Bis Oktober seien 36.000 bis 38.000 Stück verkauft worden, sagte der BMW-Chef.
Die Aktie von BMW fiel zunächst leicht ins Minus, kletterte dann aber auf 35,25 Euro und notierte damit wieder auf Vortagensniveau.
BMW hat nach eigenen Angaben vor Steuern von Juli bis September einen Gewinn von 724 Millionen Euro verbucht nach 689 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Überschuss kletterte demnach auf 445 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 433 Millionen Euro). Der Umsatz habe mit rund 9,95 (9,97) Milliarden Euro praktisch stagniert.
Analysten hatten für das Quartal im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn von 727 Millionen Euro sowie einem Umsatz von rund 9,93 Milliarden Euro gerechnet.
Der Münchener Autobauer hat im dritten Quartal in seiner Automobilsparte die Umsatzrendite gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozentpunkte gesteigert, teilte BMW weiter mit. Von Juli bis September 2003 habe sich eine Umsatzrendite von 6,3 Prozent nach 5,7 Prozent im Vorjahr ergeben. Damit wird deutlich, dass die seit letztem Jahr andauernde Belastung durch neue Modelle auf die Renditen des Konzerns mittlerweile nachlässt.