BMW Ford legte offenbar Übernahmeangebot vor
München - Ford habe den Quandts 50 Euro je Aktie geboten, sagte ein Händler der DGZ/Deka-Bank. Das ist eine Verdoppelung des aktuellen Kursniveaus Der Titel schloss am Donnerstag bei 24,95 Euro. Allerdings habe sich die Quandt-Familie zumindest bisher unwillig gezeigt, ihre Anteile zu verkaufen.
Thomas Gauly, Sprecher der Quandt-Familie dementiert Gerüchte, wonach die Hauptaktionäre ihr BMW-Aktienpaket an Ford verkaufen wollten. Der Sprecher sagte, das sei "Unsinn". Es gebe keinen Grund für die Familie, an Ford oder an sonst jemanden zu verkaufen.
Das Gerücht über das Angebot belege nachdrücklich, wie attraktiv BMW im Automarkt gesehen werde, so Gauly. Allein das sei ein Grund für die Familie Quandt, ihre Anteile nicht zu verkaufen. Die BMW-Sprecherin Christine Krepold erklärte: "Wir wissen aus vertraulichster Quelle, dass die Quandt-Familie keine Angebote annimmt, schon gar nicht von Ford oder VW."
Ford kündigte unterdessen an, am Mittag die Umstrukturierungspläne für Ford Europa bekannt zu geben. Branchenkenner gehen von einer Personaleinsparung von 40 Prozent entsprechend 1500 Stellen im Werk Dagenham im britischen Essex aus. Dagenham werde den Führungsstatus bei der Produktion der neuen Version des "Fiesta" an Köln, das Kapazitäten frei habe, verlieren, hieß es.