BMW Gaspedal bleibt durchgedrückt
München - Die Erlöse seien um 2,8 Prozent auf 69,2 Milliarden Mark gestiegen, teilte der Autobauer in einem Aktionärsbrief mit. BMW lieferte im vergangenen Jahr weltweit 822.000 Autos der eigenen Marke aus, 9,4 Prozent mehr als 1999. Dies war der höchste Absatz in der Unternehmensgeschichte. Trotz einer Beruhigung der Automobilkonjunktur will BMW auch 2001 auf der Erfolgsspur bleiben.
Für 2001 sieht Analyst Georg Stürzer von der HypoVereinsbank (HVB) ein Absatzplus von vier Prozent auf etwa 850.000 Fahrzeuge voraus. Allerdings hat Finanzvorstand Helmut Panke bereits angekündigt, dass die Produktionskapazitäten im laufenden Jahr wegen der weiterhin steigenden Nachfrage um etwa 95.000 Einheiten erhöht werden sollen.
So könnte der Konzern möglicherweise 2001 erstmals mehr als 900.000 Fahrzeuge herstellen. Mit Blick auf den Umsatz geht der HVB-Analyst von etwa 35,5 Milliarden Euro aus. Dabei müsse jedoch beachtet werden, dass die Rover-Gruppe 2000 noch 3,5 Milliarden Euro zum Umsatz beigesteuert hat. Im Geschäftsjahr 1999 waren es insgesamt 8,6 Milliarden Euro.
Nach der Trennung von der britischen Tochter - die das Geschäftsjahr 2000 letztmalig belasten wird - sieht Stürzer ebenso wie andere Analysten die BMW AG mit ihrer Konzentration auf das Premiumsegment insgesamt auf dem richtigen Weg. Damit habe sich das Unternehmen bereits erfolgreich gegen den Markttrend stemmen können. Nach Einschätzung von M.M. Warburg ermögliche die neue Strategie sowie die geplante Erweiterung der Modellreihe ein profitables Wachstum. BMW werde im Vergleich zu den Massenherstellern weniger konjunkturabhängig und könne durch die Erschließung neuer Typ-Klassen, zum Beispiel bei der Geländewagen-Baureihe, überdurchschnittlich wachsen.