BMW: Gute Zahlen - Aktie sackt ab - DER SPIEGEL
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BMW Gute Zahlen - Aktie sackt ab

Der Gewinn ist gestiegen - der Aktienkurs sackt trotzdem ab. Das Papier von BMW hat trotz passabler Jahresbilanz zwischenzeitlich über sechs Prozent an Wert verloren.
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Hamburg - Die Meinungen der Analysten sind geteilt: Frank Schwope von der Nord/LB findet die Zahlen "nicht gerade berauschend". "Außerdem vermisse ich einen vernünftigen Ausblick." Es bestünden zudem weiterhin Währungsrisiken für BMW, auch wenn dies nichts Neues sei. Analyst Marc-Rene Tonn von M.M. Warburg hingegen zeigte sich "eher leicht positiv überrascht" über die Jahresbilanz. Die Zahlen seien durchweg gut ausgefallen, und der Ausblick, den Absatz im laufenden Jahr erneut auf einen Rekordwert zu steigern, sei bestätigt worden.

Immerhin: Der Konzern hat im vergangenen Jahr trotz Dollar-Belastungen und hoher Kosten ein Gewinnplus eingefahren. Wie der Autohersteller in München berichtete, kletterte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern (Ebit) von 3,75 auf 3,873 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente BMW auch angesichts einmaliger Sondereffekte aus der Unternehmenssteuerreform mit 3,134 Milliarden Euro neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Dividende soll deutlich stärker zulegen als der Gewinn. Für die Stammaktie soll der Hauptversammlung eine Dividende von 1,06 Euro je Titel und damit 51 Prozent mehr als vor einem Jahr vorgeschlagen werden. Die Vorzugsaktionäre sollen 1,08 (Vorjahr: 0,72) Euro je Aktie erhalten.

Trotz der passablen Zahlen verloren die BMW-Aktien zwischenzeitlich über sechs Prozent an Wert und waren damit der schwächste Dax-Wert. Nach Ansicht von Analysten wie Georg Stürzer von der UniCredit sind die Kursverluste vor allem auf das Ausscheiden des Vertriebsvorstandes und ehemaligen Finanzchefs Stefan Krause zurückzuführen. Krause wechselt ab Oktober zur Deutschen Bank  .

Stürzer: "Die Zahlen waren okay, die Prognose zum Absatz 2008 wurde bestätigt." Neben dem Wechsel von Krause hätte aber auch das Wechselkursverhältnis den Wert gedrückt, das für BMW schwierig bleibe in der insgesamt schwachen Gesamtmarktsituation. Hinsichtlich der Jahresprognosen rechnet der UniCredit-Experte damit, dass BMW am kommenden Dienstag seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr bekanntgeben wird.

ase/dpa

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