BMW: Käufer für Marke Rover gefunden - DER SPIEGEL
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BMW Käufer für Marke Rover gefunden

Ein Jahr nach der endgültigen Pleite von Rover hat BMW nun auch die Markenrechte veräußert. Den Namen des Käufers wollte der Münchner Autobauer noch nicht nennen. Als Favorit gilt jedoch ein chinesisches Unternehmen.
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München - "Es wurde eine verbindliche Vereinbarung getroffen", sagte ein Unternehmenssprecher von BMW   und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts". Einen Namen wollte er nicht nennen. Als heißer Kandidat für den Erwerb der Rover-Rechte gilt der chinesische Autobauer Shanghai Automotive Industry (SAIC), der sich neben dem Konkurrenten Nanjing für die Marke interessiert hatte. Die "Financial Times" hatte vor kurzem gemeldet, BMW und SAIC hätten sich bereits auf einen Kaufpreis von rund 16 Millionen Euro geeinigt. SAIC besitzt bereits die Rechte an zwei Rover-Modellen, Nanjing hatte die Marke MG übernommen.

Bevor man den Käufer der Markenrechte bekannt gebe, müsse abgewartet werden, ob der amerikanische Ford  -Konzern sein Vorkaufsrecht nutzen wolle, erklärte der BMW-Sprecher. Die Frist von 90 Tagen, in denen die Amerikaner davon Gebrauch machen können, laufe bereits. Ford hatte die Geländewagensparte Land Rover nach dem Zusammenbruch des britischen Traditionskonzerns erworben und damit einhergehend das Erstkaufsrecht für die Marke. Allerdings scheint der tief in der Krise steckende Konzern kaum in der Lage, für die Rechte einen zweistelligen Millionenbetrag auf den Tisch zu legen.

Der Name Rover ist immer noch wertvoll - auch wenn er den verschiedenen Eignern in den letzten Jahren wenig Glück brachte. 2000 verkaufte BMW die Rover-Produktion für einen symbolischen Betrag von zehn Pfund an britische Finanzinvestoren. Nachdem Rover vergangenes Jahr Insolvenz anmeldete, fielen die Namensrechte wieder an BMW zurück. Seitdem wurden die Reste des Traditionsherstellers verscherbelt - unter anderem an die Chinesen.

Der Name ist für sie von strategischer Bedeutung. Denn die Produktion überschreitet die Nachfrage im eigenen Land bei weitem, international aber haben die chinesischen Hersteller nur mäßigen Erfolg. Mit dem Namen Rover auf der Kühlerhaube soll das nun anders werden, so das Kalkül.

ase/reuters