BMW Rekord reicht nicht
München - Der Überschuss stieg im Jahr 2000 auf 1,03 Milliarden Euro, teilte BMW nach der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag in München mit. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 1997 lag bei 638 Millionen Euro. Die Dividende für das vergangene Jahr soll auf 0,46 Euro je Stammaktie und 0,48 Euro je Vorzugsaktie erhöht werden.
Der BMW-Kurs sank jedoch nach der Ankündigung um 4,2 Prozent. Die Ertragszahlen lagen am unteren Rand der Analystenerwartungen. "Sowohl das Ergebnis vor als auch nach Steuern ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben", sagte Peter Worel von der Bayerischen Landesbank. So sollte der Jahresüberschuss (Gewinn nach Steuern) eigentlich zwischen 1,08 und 1,26 Milliarden Euro liegen.
Das operative Ergebnis (Gewinn vor Steuern) konnte um 50 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch das ist ein Rekordwert, obwohl die Rover-Verluste das Ergebnis um 772 Millionen Euro drückten. BMW hatte den britischen Autohersteller nach Milliardenverlusten im vergangenen Mai für 10 Pfund (31,12 Mark) an das Phoenix-Konsortium verkauft.
Die Umsatzausfälle durch Rover hatte BMW durch eine 20-prozentige Steigerung bei der eigenen Marke ausgleichen können. Insgesamt wurden 822.000 BMWs mehr verkauft als im Vorjahr.
Für 2001 zeigte sich BMW-Chef Joachim Milberg optimistisch. Zwar rechne er mit einer Konsolidierung am weltweiten Automobil- und Motorradmarkt. Dennoch wolle die Gruppe "ihre erfolgreiche Entwicklung bei Absatz, Umsatz und Ertrag fortsetzen". Mit einem Anstieg der Auslieferungen um rund zehn Prozent in den ersten beiden Monaten sei BMW bereits gut ins neue Jahr gestartet.