BMW: Rekordabsatz, Rekordumsatz, Rekordgewinn - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

BMW Rekordabsatz, Rekordumsatz, Rekordgewinn

Die Krise in der deutschen Automobilindustrie lässt BMW kalt. Während Volkswagen und DaimlerChrysler aus den Negativschlagzeilen nicht herauskommen, legen die Münchner mal wieder glänzende Zahlen vor. Auch 2007 soll es weiter aufwärts gehen - trotz Klimadebatte.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Der Autobauer BMW hat seinen Gewinn 2006 deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern kletterte auf 4,12 Milliarden Euro - ein Plus von 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit traf das Unternehmen fast genau die Schätzungen von Analysten, die im Schnitt mit 4,13 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Konzern selbst hatte einen Vorsteuergewinn von vier Milliarden Euro angekündigt.

Unter dem Strich, also nach Steuern, fiel das Plus sogar noch größer aus: Der Überschuss stieg um 28,4 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro. Davon sollen jetzt auch die Aktionäre profitieren. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Dividende von 64 Cent auf 70 Cent je Aktie erhöht werden. Die Hauptversammlung muss darüber am 15. Mai abstimmen.

Im Vergleich zu Mitbewerbern steht BMW damit sehr gut da. DaimlerChrysler leidet seit Monaten unter der defizitären US-Tochter Chrysler, die nun womöglich sogar abgestoßen wird. Bei Volkswagen wiederum wird die öffentliche Wahrnehmung weniger durch die reinen Zahlen als vielmehr durch Personaldebatten bestimmt. Zuletzt erregte das Unternehmen wegen der Besetzung des Aufsichtsrats Aufsehen: Firmenpatriarch Ferdinand Piech tritt für eine weitere Amtszeit an. Auch die juristische Aufarbeitung der VW-Affäre hängt dem Unternehmen noch an.

BMW kann sich währenddessen auf sein eigentliches Geschäft konzentrieren. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf knapp 49 Milliarden Euro. Bereits im Januar hatte das Unternehmen einen erstaunlich guten Absatz verkündet: Demnach hat BMW im vergangenen Jahr 1,37 Millionen Autos verkauft.

Insgesamt hat BMW sowohl beim Absatz, als auch bei Umsatz und Gewinn neue Rekorde aufgestellt. "Das abgelaufene Geschäftsjahr ist das bislang beste in der Geschichte des Unternehmens. Wir haben alle unsere selbst gesteckten Ziele erreicht und teilweise sogar übertroffen", sagte der BMW-Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer.

In diesem Jahr soll die positive Entwickung nun weiter gehen - trotz der anhaltenden Klimadebatte, in deren Verlauf vor allem die Autohersteller in die Kritik geraten sind. BMW bekräftigte, 2007 einen neuen Spitzenwert beim Absatz anzustreben - und zwar bei allen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. "Wir wollen im laufenden Jahr weiterhin der weltweit führende Anbieter von Premium-Automobilen bleiben", sagte Reithofer.

wal/Reuters/dpa/Dow Jones