BMW: Rekordfahrt mit Airbag - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

BMW Rekordfahrt mit Airbag

BMW-Chef Helmut Panke will die bisherigen Absatzrekorde nochmals übertreffen. Bei der Gewinnprogose ist er allerdings vorsichtig.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Seinen Optimismus lässt sich Panke nicht so leicht nehmen. Auf der Bilanzpressekonferenz des Münchener Autobauers   hielt er weiter an dem Ziel fest, 2003 den Absatz bei aller Marken - also BMW, Mini und Rolls Royce - gegenüber den Rekordwerten des Vorjahres zu steigern.

Dennoch zeigen Irak-Krise und Wirtschaftsflaute ihre Wirkung: "Eine konkrete Prognose der Geschäftsentwicklung für das gesamte Jahr 2003 ist vor dem Hintergrund der angespannten weltpolitischen Lage schwierig", sagte der BMW-Chef. Seinen Worten zufolge strebt die BMW Group an, in diesem Jahr auf Konzernebene das Rekordergebnis des Jahres 2002 wieder zu erreichen. Dies stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass der Konflikt am Golf zügig ein Ende findet.

Panke kündigte an, im ersten Quartal 2003 beim Absatz das Vorjahresniveau wieder zu erreichen. Insgesamt werde mit 260.000 verkauften Fahrzeugen gerechnet. Die Marke BMW werde mit voraussichtlich rund 215.000 Autos allerdings einen Verkaufsrückgang um rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausweisen. "Diese Entwicklung überrascht uns nicht, denn sie ist im Wesentlichen modellzyklusbedingt." Bereits in den ersten zwei Monaten hatte der Konzern nur dank des 2001 eingeführten neuen Mini ein mageres Absatzplus von 1,6 Prozent verbucht - während die Kernmarke sich klar rückläufig entwickelte. Als Hauptgrund hierfür gilt das Auslaufen der 5er-Serie, für die im Sommer ein Nachfolger auf den Markt kommen soll. Hinzu kommt die Überarbeitung von Teilen der 3er-Baureihe und der Start des Roadsters Z4 im Frühjahr. All diese neuen Modelle würden erst im Jahresverlauf in der Kernmarke wieder für Wachstumsdynamik sorgen, sagte Panke.

BMW hatte 2002 - wie bereits vergangene Woche mitgeteilt - mit einem Vorsteuergewinn von 3,287 (2001: 3,242) Milliarden Euro den dritten Rekordgewinn in Folge verbucht. Beim Absatz wurde mit 1,057 Millionen Autos erstmals eine siebenstellige Stückzahl gemeldet. Der Umsatz kletterte um 9,9 Prozent auf 42,28 Milliarden Euro.

Die BMW-Aktie notierte gegen den Markttrend um 3,3 Prozent höher bei 25,82 Euro. Der Anteilsschein hat dennoch seit seinem Rekordhoch von rund 48 Euro im Mai vergangenen Jahres fast die Hälfte an Wert verloren.

Mehr lesen über