BMW Unsicherheit über Rover-Investition
London - "Wir haben noch nicht offiziell oder endgültig entschieden, wo wir das Geld für den neuen Rover-Mittelklassewagen investieren sollen", sagte Forster im "The Guardian". Die Option, den Wagen in Ungarn zu produzieren, bestehe weiter. Eine endgültige Entscheidung müsse im nächsten halben Jahr getroffen werden.
"Wir glauben, dass das starke Pfund die Produktionsgrundlage Schritt für Schritt untergräbt und es zunehmend schwieriger macht, in Großbritannien zu produzieren", so Forster. Das Pfund steht heute 40 Prozent höher als zum Zeitpunkt der Rover-Übernahme vor sechs Jahren. Selbst wenn die EU-Kommission die vereinbarten Subventionen der britischen Regierung in Höhe von 152 Millionen Pfund (478 Millionen Mark) genehmigen sollte, könnte die geplante Investition von 1,5 Milliarden Pfund (4,7 Milliarden Mark) in Longbridge bei Birmingham noch gestrichen werden.
Laut "Independent" will BMW mit dieser Warnung den Druck auf den britischen Premierminister Tony Blair erhöhen, den Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Währungsunion (EWU) voranzutreiben.
Ein BMW-Sprecher dementierte am Rande des Genfer Autosalons, dass die laufenden Investitionspläne für das Rover-Werk in Longbridge gefährdet seien. Zukünftige Ausgaben für die Modernisierung des Werkes müssten allerdings neu überdacht werden, wenn das Pfund weiter steige, so der Sprecher.