Boeing 30.000 Jobs in Gefahr
Washington - Wie die Zeitung "Seattle Post-Intelligencer" am Dienstagabend in ihrer Onlineausgabe berichtete, erwartet der weltgrößte Flugzeughersteller nach den Terroranschlägen in New York und Washington nur noch einen Absatz von 500 Flugzeugen statt wie bisher 520 bis 530.
Von der Entlassung seien 20 bis 30 Prozent der Arbeitskräfte im Bereich des kommerziellen Flugzeugbaus betroffen. Die Entscheidung solle am Mittwoch offiziell bekannt gegeben werden, sei aus informierten Kreisen am Firmenstandort Seattle und aus Washington verlautet. Auch der Lufthansa-Partner United Airlines entlässt nach Presseinformationen 20.000 Mitarbeiter.
Unterdessen bemüht sich die Regierung um schnelle Hilfe für die Industrie. Das Hilfspaket könnte schon am Freitag dem Kongress vorgelegt werden, berichtete der Fernsehsender CNN. Das Weiße Haus und Kongressführer haben sich auf ein Hilfspaket in Höhe von 15 Milliarden Dollar geeinigt, so CNN. Damit sollen den ohnehin angeschlagenen Fluggesellschaften die Verluste nach den Terroranschlägen kompensiert und die neuen Sicherheitsmaßnahmen unterstützt werden. Transportminister Norman Mineta sagte, das Paket werde Schnellhilfen umfassen wie auch eine langfristige Unterstützung. Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsprämien würden die Gesellschaften auf lange Sicht belasten.
Die Fluggesellschaften hatten Gesamthilfen in Höhe von 24 Milliarden Dollar verlangt. Die deutsche Lufthansa plant im Gegensatz zu anderen Fluggesellschaften aber keine Entlassungen im Zuge der USA-Krise.