Börse: "Aktie Gelb" im Aufwind - DER SPIEGEL
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Börse "Aktie Gelb" im Aufwind

Die deutschen Aktienmärkte zeigten sich weitgehend unbeeindruckt von den schlechten US-Vorgaben. Die DaimlerChrysler-Aktie war dagegen weiter auf Talfahrt. Der Dax notierte leicht im Plus, am Neuen Mark hielten sich die Indizes nahe am Vortagesniveau.
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Frankfurt am Main - Während der Dax gut ein halbes Prozent stieg, ging der Nemax 50 am Neuen Markt im frühen Handel knapp ein halbes Prozent zurück.

"Mich wundert es, dass wir nicht schlechter in den Handel gestartet sind", sagte ein Aktienhändler der Nürnberger Schmidt Bank. Schließlich habe die US-Technologiebörse Nasdaq mit ihrem neuen Jahrestiefstand eine denkbar schlechte Vorlage gegeben. Dafür erweise sich der Dax in Frankfurt als relativ widerstandsfähig. Chemiewerte und die ThyssenKrupp-Aktie seien bei lebhaften Umsätzen gefragt und stützten den Index. Bayer verteuerten sich um rund zweieinhalb Prozent, BASF und ThyssenKrupp erhöhten sich um rund zwei Prozent.

Im Dax waren erneut DaimlerChrysler unter Druck und verloren knapp zweieinhalb Prozent. Zuvor wurde bestätitgt, dass weitere Chrysler-Spitzenmanager ihren Posten verlieren. Auch die Konkurrenten mussten abgeben: VW und BMW gaben gut ein halbes Prozent ab.

Bei den Technologietiteln zeigt sich eine uneinheitliche Tendenz: SAP gewannen rund eineinhalb Prozent, Siemens und Telekom rund ein Prozent. Infineon waren dagegen mit einem Abschlag von rund zwei Prozent dagegen weiter unter Druck.

RWE hatte am Vormittag seine Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Demnach erwirtschaftete der Versorger einen Nettogewinn von 250 Millionen Euro, 5,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis konnte der Konzern hingegen um 6,7 Prozent auf 605 Millionen Euro steigern. Die Zahlen liegen damit am unteren Ende der Analystenschätzungen. Das Papier stieg dennoch um knapp drei Prozent. Die Zahlen belegten, dass das Schlimmste im Energiebereich überstanden sei, begründete ein Analyst den Anstieg.

Nach einem wenig schwungvollen Start ging der Kurs der "Aktie Gelb" in die Höhe. Der Kurs stieg um rund sechs Prozent auf 22,70 Euro. Am Vortag hatte das Papier an der Frankfurter Börse mit 21,40 Euro nach einem Ausgabekurs von 21 Euro debütiert. "Rund um die Post-Aktie gibt es viele Interessen", sagte ein Aktienhändler. Die konsortialführenden Banken, allesamt aus der ersten Liga des deutschen Finanzwesens, seien "nicht an einem Abrutschen des Kurses interessiert."

Die am Montag vom Softwarehaus Softmatic vorgelegten Quartalszahlen sorgte am Neuen Markt weiter für Verstimmung. Nach dem Vortagesverlust von 38,4 Prozent geht es weitere vierzehn Prozent abwärts.

Teamwork setzte dagegen seine Minirallye fort, nachdem die Hauptgläubiger den Sanierungsplan für das angeschlagene Unternehmen unterstützen wollen. Das Papier stieg um knapp sechs Prozent.

Der Euro fiel bis zum frühen Nachmittag wieder unter die Marke von 85 US-Cent und notierte bei Kursen um 0,849 Dollar.