Börse Aktienmarkt bricht nach US-Daten ein
Frankfurt am Main - Der Tag hatte lustlos und mit überschaubaren Verlusten begonnen. Das änderte sich schlagartig nach Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise für den März. Sie waren mit einem Anstieg von 0,7 Prozent im Vergleich zum Februar deutlich höher als erwartet ausgefallen. Die deutsche Börse reagierte darauf mit einem Kursrutsch. Die Verluste weiteten sich nach der schwachen Eröffnung der Wall Street weiter aus.
Der Dax schloss den Tag mit einem Verlust von 3,14 Prozent bei 7214,83 Zählern ab. Der Nemax-50 rutschte um 4,95 Prozent auf 6418,21 Punkte ab.
Epcos verbuchte nach anfänglichen Gewinnen mit einem Minus von 7,7 Prozent die größten Verlusten im Dax. Deutsche Telekom verloren 6,19 Prozent auf 70,01 Euro. Der Wert litt Händlern zufolge auch unter dem Ausgabekurs von T-Online. Im vorbörslichen Handel fiel er erstmals unter den obersten Wert der Preisspanne von 26 bis 32 Euro. Auch die Schwäche der Technologietitel in den USA setzte das Papier unter Druck.
Commerzbank-Aktien lagen wegen der Fusionsgerüchte mit einem Plus von 1,20 Prozent auf 42 Euro an der Spitze der Dax-Werte. Die Versorgerwerte notierten nach den Einsprüchen der Kartellhüter gegen die Fusionspläne in der Branche leichter. VEBA fielen um 2,75 Prozent auf 53 Euro, VIAG um 3,59 Prozent auf 20,92 Euro.
Besonders deutlich waren die Verluste am Neuen Markt: Broadvision fielen um 16,67 Prozent auf 37,50 Euro, Fantastic rutschten um 20,94 Prozent auf 18,50 Euro ab und EM-TV ließen um 2,53 Prozent auf 73,10 Euro nach.
Der Bund-Future fiel um 37 Stellen auf 105,33 Zähler. Der Rex ließ um 20 Punkte auf 110,51 Zähler nach. Die Umlaufrendite lag unverändert bei 5,10 Prozent.
Die EZB legte den Referenzkurs für den Euro auf 0,9540 US-Dollar fest. Für die US-Währung ergibt sich damit ein Kurs von 2,0501 (2,0508) Mark.