Börse: Aktienmarkt widerstand US-Vorgaben - DER SPIEGEL
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Börse Aktienmarkt widerstand US-Vorgaben

Die Anleger befürchteten schon das Schlimmste. Doch der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag gegen den Abwärtstrend aus Amerika behauptet.
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Frankfurt am Main - Nach anfänglichen starken Verlusten konnte sich der Dax im Tagesverlauf auf 7187,14 Punkte deutlich stabilisieren. Der Verlust reduzierte sich bis Handelsschluss auf 0,4 Prozent. Motoren der Erholung waren Titel aus der Hochtechnologie: Die Aktie der SAP verbesserte sich um 6,52 Prozent auf 645 Euro. Epcos und Siemens gewannen 2,75 beziehungsweise 1,83 Prozent. Zu den Spitzenreitern im Dax gehörte auch Fresenius Medical Care mit einem Plus von 4,37 Prozent.

Auf der Verliererseite standen vor allem die Finanzwerte mit Verlusten zwischen 5 und 7 Prozent.

Am Neuen Markt für Technologieaktien setzte gleichfalls eine Erholung ein. Der dort erstmals ermittelte Aktienkurs der Telekom- Tochter T-Online fiel entgegen zahlreicher Erwartungen nicht unter den Ausgabekurs, sondern schloss mit 37,22 Euro mehr als 10 Euro darüber. Das habe dieses Börsensegment stabilisiert, sagten Händler. Von einem "Schwarzen Montag" mit Panikverkäufen habe zu keiner Zeit die Rede sein können.

Die amerikanischen Leitbörsen starteten am Montag mit Kursgewinnen in den Handel, die sie bis zum deutschen Handelsschluss allerdings wieder abgegeben hatten. Der Dow lag am frühen Montagabend mit 0,18 Prozent im Minus, der Nasdaq-Index büßte 0,88 Prozent ein.

Experten bewerteten den ersten Handelstag der Telekom-Tochter angesichts der Marktsituation als durchaus gelungen. "Die Aktie hat nicht zu viel und nicht zu wenig gewonnen", sagte Aktienanalyst Richard Zellmann von Heleba Investment Trust in Frankfurt.

Der Euro kostete zuletzt 0,9553 US-Dollar. Damit war ein Dollar 2,0472 DM wert.