Börse am Abend: Tech-Werte weiter auf Talfahrt - DER SPIEGEL
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Börse am Abend Tech-Werte weiter auf Talfahrt

Eine schwache Nasdaq drückt die Technologiewerte auch in Deutschland. Vor allem die Schwergewichte in Dax und Nemax ziehen die Indizes nach unten.
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Frankfurt am Main - Den Bullen geht die Puste aus. Ohne wesentliche Unternehmensnachrichten präsentiert sich die US-Technologiebörse Nasdaq schwach (minus 2,6 Prozent) und setzt damit den Abwärtstrend der vergangenen zwei Tage fort. Sollte die US-Technologiebörse nicht mehr die Kurve kriegen, wird das ein rabenschwarzer Tag. Denn zu einem Alleingang fehlt den deutschen Aktien die Kraft.

Auch auf neue Konjunkturdaten, die dem Handel weitere Impulse geben könnten, muss der Markt noch bis zur kommenden Woche warten. Nasdaq-Schwergewichte wie Cisco-Systems und Sun Microsystems geben nach. Hart erwischt es die Papiere des Software-Konzerns Oracle. Die Aktie verliert 9,9 Prozent.

Ebenso kann der Dow Jones (minus 0,5 Prozent) den deutschen Aktienmärkten keine positiven Impulse geben. Dax (minus 1,8 Prozent) und Nemax 50 (minus 3 Prozent) rutschen bei derart schwachen Vorgaben weiter ab. Zeitweilig hatten die Verluste des Index bei 3,5 Prozent gelegen.

Die Technologietitel im Dax gehören zu den großen Verlierern. Epcos verliert nach einer Herabstufung durch das US-Invesmenthaus Merrill Lynch zuletzt 4,7 Prozent. Infineon steht mit 2,8 Prozent im roten Bereich. Die Papiere des Mutterkonzerns Siemens geben 3,2 Prozent ab.

Die Papiere des Dax-Schwergewichts Deutsche Telekom verschlechtern sich auf minus 4,3 Prozent bei 31,83 Euro und waren damit zweitschwächster Wert bei den Standardtiteln. Eine Meldung der New York Times, wonach sich die VoiceStream-Übernahme bis Juni hinziehen werde, zeigte damit doch ihre Wirkung.

Mit dieser Verschiebung will der rosa Riese sicherstellen, keine Bardividende in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro für die VoiceStream-Aktionäre zahlen zu müssen. Eine kluge Entscheidung, möchte man meinen. Offenbar befürchten die Anleger aber, dass der Deal mit dem amerikanischen Telefonkonzern gänzlich platzen könnte. Analysten teilen die Befürchtungen allerdings nicht.

Mit leichten Aufschlägen von zuletzt 0,9 Prozent auf 73,80 Euro führen die Aktien von adidas die kurze Gewinnerliste im Dax an. Bereits am Donnerstag profitierte der Titel von den exzellenten Geschäftszahlen seines Konkurrenten Puma. Und noch ist die Entscheidung über einen Abstieg des Sportartikelhersteller aus der 1. Börsenliga nicht gefallen. Das Abstiegsduell zwischen adidas und KarstadtQuelle scheint nach jüngsten Gerüchten wieder offen zu sein.

Unter den wenigen Gewinnern befinden sich noch die Papiere von BMW (plus 0,2 Prozent). Die HypoVereinsbank hatte die Aktien der Autobauer zuvor auf ihre Empfehlungsliste genommen und damit den Wert gegen den allgemeinen Abwärtstrend gestützt.

Düster sieht es am Neuen Markt aus. Ähnlich wie bei großen Schwesterbörse in den USA ziehen bei den Wachstumswerten im Nemax 50 vor allem Verluste der Schwergewichte den Index weiter in den Keller.

Die Papiere von T-Online, die mit fast 23 Prozent im Nemax 50 gewichtet sind, verlieren 5,9 Prozent. Bei Mobilcom geht es mit 5,6 Prozent abwärts. Consors geben 5,4 ab. Die Papiere des Schwergewichts Broadvision rutschen um fast zehn Prozent ab und belegen damit den vorletzten Platz.