Börse am Mittag Dax legt weiter zu
Frankfurt am Main Der Dax stieg bis 13.10 Uhr um 2,2 Prozent auf 4924 Zähler. Die Wachstumswerte im Nemax50 bauten ihre Zugewinne auf 2,8 Prozent bei 1137 Punkte aus.
Ohne neue Nachrichten schoben sich die Papiere des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in die Spitze des Dax vor und kletterten um knapp sechs Prozent auf 14,44 Euro. Dabei hatte es am Vortag noch eine Verkaufsempfehlung vom Bankhaus Metzler und der niederländischen Bank ABN Amro für die Aktie gegeben. Das Investmenthaus Morgan Stanley hatte am Vormittag allerdings seine Prognose für den Gewinn je Aktie im kommenden Jahr um elf Prozent erhöht.
Die Papiere von DaimlerChrysler wiederum konnten offenbar von einer Kaufempfehlung durch J.P Morgan Chase profitieren. Die Aktie rückte um 3,8 Prozent auf 42,35 Euro vor und belegte damit ebenfalls einen Spitzenplatz im Dax. Zuwächse von rund drei Prozent verzeichneten die Papiere von BMW . Die Aktien von Volkswagen kletterten um 2,3 Prozent auf 47,48 Euro.
Zwei Tage vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate haben die Aktien von MLP um 3,4 Prozent auf 79 Euro zugelegt. "Die Aktie des Heidelberger Finanzdienstleisters hat bei 77,50 Euro erneut eine Widerstandslinie nach oben durchbrochen". So erklärte ein Händler die Kursgewinne. Er warnte aber vor einem Engagement in MLP, denn die Papiere seien derzeit "überkauft".
Bester Daxtitel waren Infineon mit einem Kursplus von mehr als sechs Prozent. Der angeschlagene Chip-Hersteller hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen und auch der Ausblick ist nicht rosig. Analysten begründeten die Kursreaktion vor allem mit einer über den Erwartungen liegenden Cash-Position zum Ende September, die Infineon mit plus 568 Millionen Euro beziffert hatte. "Das war eine positive Überraschung", sagte Karsten Iltgen von WestLB Panmure.
Auch andere Technologiewerte zeigten sich fest. Epcos , Siemens und Deutsche Telekom legten zwischen 2,6 und 3,2 Prozent zu.
BASF meldet Gewinneinbruch
Der Chemiekonzern BASF hat im dritten Quartal des laufenden Jahres operativ deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Betriebsgewinn vor Sonderposten brach um 57 Prozent auf 328 Millionen Euro ein. Der Umsatz sank gleichzeitig um 21,7 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Für das vierte Quartal erwartet BASF einen weiteren Umsatz- und Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorquartal. Die Aktie stieg dennoch um rund 0,8 Prozent auf 40,48 Euro.
Auf Erholungskurs waren die Papiere der Lufthansa . Nach der Flugzeugkatastrophe in New York war die Aktie am Montag mit einem Minus von knapp vier Prozent aus dem Handel gegangen. Zuletzt legte das Papier 3,38 Prozent auf 13,44 Euro zu.
Der Online-Broker Consors hat in den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von 61 Millionen Euro angehäuft, damit aber die Analysten nicht überrascht. Im dritten Quartal hätten sich die ersten Erfolge der Sparmaßnahmen gezeigt, teilte Consors am Dienstag mit. Die Aktie stieg um knapp sechs Prozent auf 12,80 Euro.
Das Biotechnologieunternehmen MorphoSys hat seinen Verlust in den ersten neun Monaten verringert und damit ein Ergebnis am unteren Rande der Analystenerwartungen erzielt. Das Papier kletterte um 5,41 Prozent auf knapp 63 Euro.
Der Verlust sei in den ersten drei Quartalen auf 3,8 Millionen Euro von sieben Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gesunken, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz sei um 169 Prozent auf zwölf Millionen Euro gestiegen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Verlust von nur 3,4 Millionen Euro und einem Umsatz von 12,25 Millionen Euro gerechnet.