Börse am Mittag: Dax peilt Tageshoch an - DER SPIEGEL
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Börse am Mittag Dax peilt Tageshoch an

An der Frankfurter Börse haben sich zögerlich die Optimisten durchgesetzt. Das könnte sich ändern, wenn die neuen US-Konjunkturdaten negativ ausfallen. DaimlerChrysler legte trotz einer drohenden Millionen-Geldstrafe aus Brüssel zu.
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Frankfurt am Main - Nachdem der Dax am Vormittag seine Anfangsgewinne abgegeben hatte, lag der Index am Mittag wieder bei 4475 Zählern und damit 0,9 Prozent höher als am Mittwoch. Der Nemax 50 gewann 2,9 Prozent und notierte bei 849 Punkten. Ob sich der Aufwärtstrend hält, hängt von den Arbeitsmarktzahlen aus den USA ab, die gegen 14.30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht werden.

High-Tech-Werte uneinheitlich

Größter Gewinner war die Aktie des Bauelementeherstellers Epcos   , die rund sieben Prozent gewann. Die West LB Panmure hatte die Aktie zuvor auf den Status "Outperformer" heraufgestuft. Wahrscheinlich habe Epcos die Talsohle bereits durchschritten, glauben die Analysten. Auch Siemens   und die T-Aktie   legten deutlich zu, während SAP   etwas schwächer notierte. Händler bewerteten es als gutes Zeichen, dass nun eine differenziertere Bewertung der Einzeltitel einsetze, nachdem in den Vortagen ganze Branchen pauschal abgestraft worden seien.

DaimlerChrysler steigt trotz Geldbuße

Obwohl der Automobilkonzern DaimlerChrysler   wegen Verstößen gegen das EU-Wettbewerbsrecht mit einer Geldstrafe zwischen 40 und 90 Millionen Euro rechnen muss, legte die Aktie legte um mehr als drei Prozent zu: Offenbar sehen institutionelle Investoren die Aktie als Schnäppchen. Die Papiere von BMW   und Volkswagen   notierten dagegen etwas schwächer.

Deutsche Bank mit neuer Währung

Die Deutsche Bank   hat am Mittwoch ihre Feuerprobe beim Börsenstart in New York bestanden und notierte am Donnerstag weiterhin fest. Das Bankhaus ist offenbar nicht an einem Zusammenschluss mit einer großen US-Investmentbank interessiert, auch wenn man sich in den USA eine "attraktive Akquisitionswährung" geschaffen habe. Vorstandsvorsitzender Rolf-E. Breuer meinte gestern anlässlich des Listing an der Nyse, es gebe in einem solchen Fall zu viele Überschneidungen.

Die Aktien der Deutschen Post   fielen um 1,59 Prozent auf 16,70 Euro. Einem Bericht der "Börsenzeitung" zufolge kommen möglicherweise Beihilferückzahlungen in Millionenhöhe auf das Unternehmen zu. Die Brüsseler EU-Wettbewerbsaufsicht will bis Jahresende prüfen, ob die Deutsche Post mit Gewinnen aus dem Briefmonopol die Expansion anderer Konzernbereiche widerrechtlich quersubventioniert hat.

Neuer Markt weiterhin fest

Im Nemax 50 gehörten MorphoSys   und Umweltkontor   zu den größten Gewinnern. Biodata   und MediGene   litten dagegen unter Gewinnmitnahmen und gaben gegen den freundlichen Trend nach. Im Nemax All Share legte Tomorrow Internet zu, nachdem das Bundeskartellamt die Fusion mit Focus Digital genehmigt hatte.

Euro etwas leichter

Der Euro wurde am Vormittag etwas schwächer mit 0,9151 Dollar gehandelt. Nach den Gewinnen am Mittwoch sind auch die deutschen Anleihen unter Druck geraten. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future verlor angesichts der freundlichen Entwicklung an den Aktienmärkten 0,2 Prozent auf 109,63 Punkte.