Börse am Morgen: Ausverkauf bei Technologietiteln - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Ausverkauf bei Technologietiteln

Die schwachen Prognosen mehrerer amerikanischer Hightechfirmen haben den deutschen Aktienmarkt erschüttert. Vor allem die Technologiewerte kamen zu Handelsbeginn mächtig unter Druck.
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Frankfurt am Main - Der Dax stand in den ersten Minuten schon über zwei Prozent tiefer bei 4339 Punkten. Am Neuen Markt sank der Nemax 50 um 3,9 Prozent auf 655 Punkte.

Technologie-Aktien zählten zu den schwächsten DAX-Werten. Epcos   Papiere sanken um 7,77 Prozent auf 32,51 Euro. Infineon   verloren 7,20 Prozent auf 15,60 Euro. SAP   notierten bei 102,30 Euro - ein Minus von 2,58 Prozent. Siemens   verbilligten sich um 3,52 Prozent auf 59,00 Euro.

Börsenausblick: Schlechte Nachrichten von Oracle, AMD und Apple

Nachdem der gestrige Handelstag noch von Gewinnmitnahmen geprägt war, sollten am Mittwoch wieder verstärkt Unternehmensnachrichten die Kurse bewegen. Marktbeobachter gehen allerdings davon aus, dass zumindest der Technologiebereich wieder deutliche Abschläge verzeichnen wird. Richtungsbestimmend dürften vor allem die gesenkten Prognosen von AMD und Apple sein.

Der Dax schloss am Dienstag mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 4433 Zähler. Die Wachstumswerte im Nemax 50 gaben durchschnittlich ein Prozent ab und drückten den Auswahlindex auf 681 Punkte.

An der Wall Street ging der Dow Jones rund 0,2 Prozent fester auf 9706 Zählern aus dem Handel. Die Nasdaq gab um 0,7 Prozent auf 1542 Punkte nach.

Erst nach Börsenschluss hat der Chipproduzent AMD seine Gewinn- und Umsatzprognose für das zweite Quartal verringert. Wegen der schwachen Entwicklung im Markt für Personal Computer, besonders in Nordamerika und Europa, erwarte das Unternehmen im laufenden Quartal nur einen Umsatz von 620 bis 700 Millionen Dollar, teilte der US-Konzern mit.

Auch Apple hat wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche bei Verbrauchern und Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Quartal gesenkt. Der Computerbauer erwartet jetzt für das dritte Vierteljahr bis Ende Juni einen Gewinn je Aktie (verwässert) von acht bis zehn Cent, verglichen mit früheren Prognosen von elf Cent oder höher.

Der weltweit zweitgrößte US-Softwarehersteller Oracle   hat im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, aber dennoch damit die Erwartungen der Analysten getroffen. Schwach fiel allerdings der Ausblick aus. Für das laufende erste Quartal wird Oracle unter den Analystenerwartungen bleiben.

Mit diesen schwachen Vorgaben sollten in Frankfurt heute vor allem die Technologiewerte unter Druck stehen. Am Vortag legte Infineon   deutlich zu, nachdem eine Kooperation mit Motorola bekannt gegeben wurde.

Ebenfalls im Visier der Anleger dürfte heute die Lufthansa   stehen. Die Airline lädt heute die Aktionäre zur Hauptversammlung nach Köln ein.