Börse am Morgen BMW legt weiter zu
Frankfurt Der Dax notierte nach der ersten halben Handelsstunde 0,3 Prozent fester bei 6071 Zählern. Der Nemax All Share gab dagegen ebenso wie der Nemax 50 um 0,8 Prozent nach.
Die Aktien von Henkel waren zum Handelsstart mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 69,75 Euro Gewinner im Dax. Der Verkauf der Chemiesparte Cognis könnte nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" unmittelbar bevorstehen. Der Käufer werde "in kurzer Frist" bekannt gegeben, meldet das Blatt unter Berufung auf Bankenkreise. Als aussichtsreichster Kandidat gelte Schroder Ventures.
Die Aktien der Autohersteller erwischten am Mittwoch ebenfalls einen guten Start. Sie profitierten weiterhin von gestiegenen Zulassungszahlen in Frankreich und einer Aufhellung der Stimmung für die Branche. BMW legte zu Handelsbeginn 1,4 Prozent auf 40,12 Euro zu. Die Anteile von DaimlerChrysler, die schon zu Wochenbeginn über 55 Euro geklettert waren, stiegen um 0,8 Prozent auf 55,75 Euro. Volkswagen kletterte um 0,5 Prozent.
Auch die Aktien des Energieversorgers RWE starteten freundlich mit 1,1 Prozent Zuwachs auf 46,94 Euro. RWE hatte am Dienstag sein Jahresergebnis vorgestellt und einen Umsatzanstieg um 29 Prozent auf 62 Milliarden Euro bekannt gegeben. Weiterhin fest notierte auch MAN mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 26,04 Euro.
Finanztitel behauptet
Finanztitel starteten behauptet. Insbesondere die Aktien der Allianz hatten gestern unter Gerüchten gelitten, das Finanzministerium werde die geplante Steuerbefreiung bei Veräußerung von Kapitalbeteiligungen teilweise durch eine neue Gewerbesteuer aufweichen. Das Ministerium hat dieses Vorhaben jedoch dementiert. Lediglich die Commerzbank (minus 1,3 Prozent auf 29,50 Euro) geriet unter Abgabedruck.
Verlierer im frühen Handel waren die T-Aktie (minus ein Prozent auf 26,83 Euro), Siemens (minus ein Prozent auf 72,54 Euro) und der Chiphersteller Infineon, der knapp drei Prozent auf 28,25 Euro abgab. Gewinnwarnungen der Technologieunternehmen Broadvision, i2 Technologies und Epiphany hatten Hightechwerte bereits gestern weltweit belastet.
Spannend wird die Frage, ob sich SAP von seinen Kursverlusten von mehr als fünf Prozent wieder erholen kann: Der Softwarehersteller hält trotz der Gewinnwarnungen der Konkurrenz an seinen Prognosen fest. Heute erläutert US-Konkurrent Oracle während einer Bilanzpressekonferenz seine Zahlen. SAP notierten am Mittwoch nahezu unverändert bei 156,60 Euro.
Neuer Markt fällt weiter
Der Nemax 50, der gestern mit einem Minus von vier Prozent auf 1377 Zähler gestürzt war, hat wenig Chancen auf eine nachhaltige Erholung: Zu groß ist der Vertrauensverlust bei den Anlegern. Nach Kabel New Media hat auch Infomatec das Insolvenzverfahren eröffnet. Der Neuling Brainlab hat den geplanten Börsengang an den Neuen Markt in letzter Sekunde abgeblasen. Gewinner zum Handelsauftakt waren am Mittwoch Heyde, EM.TV und SAP SI, die jeweils rund drei Prozent zulegten.
Zinsen: Wim wankt nicht
Die EU-Kommission hat die geplante Fusion von Honeywell und General Electric verboten. Die Konjunkturdaten für die Eurozone sind alles andere als berauschend, doch im Gegensatz zur US-Notenbank starren die Eurobanker weiter auf die Preisstabilität und sehen für Zinssenkungen keinen Anlass.
Der Euro hat am Mittwoch wegen der schwindenden Hoffnung auf eine Zinssenkung in der Euro-Zone durch die Europäische Zentralbank (EZB) weiter nachgegeben. Gegen 8 Uhr notierte die Gemeinschaftswährung mit 0,8476 Dollar. EZB-Präsident Wim Duisenberg hatte am Dienstag gesagt, er habe keine neuen Informationen, die eine Leitzinsänderung rechtfertigten. Der EZB-Rat entscheidet am Donnerstag über die Leitzinsen in der Euro-Zone.
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch schwach tendiert. Nach der negativen Vorgabe der Wall Street sackte der Nikkei-Index für 225 führende Werte um 188 Punkte (1,5 Prozent) ab und schloss bei 12.629 Zählern. Der Hightechriese Sony hat eine Rückrufaktion für über eine halbe Million Mobiltelefone gestartet. Die Aktie gab um mehr als drei Prozent nach und fiel auf den tiefsten Stand seit Dezember.