Börse am Morgen: ConSors-Konkurrenz gewinnt - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen ConSors-Konkurrenz gewinnt

Preussag und Allianz sind die größten Gewinner. Der geplante Kauf von ConSors belastet die Aktie, während die Konkurrenten zulegen. Die Stimmung in der Autobranche bleibt trotz eines positiven Ausblicks von GM gedämpft.
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Frankfurt -Der Dax kletterte zum Auftakt um 0,4 Prozent auf 5371 Punkte, während der Nemax 50 um 0,3 Prozent auf 1023 Zähler zulegte. Größte Gewinner im Dax waren am Morgen Preussag   und die Allianz   , während am Neuen Markt Steag Hamatech   nach guten Zahlen am stärksten zulegte.

Am letzten Tag vor dem Osterwochenende erwarten Händler nur dünne Umsätze. Lediglich einige Konjunkturdaten könnten für Impulse sorgen: Das statistische Bundesamt gibt heute den Großhandelsumsatz bekannt, und in den USA stehen endgültige Zahlen zum BIP-Wachstum und der NAPM Service-Index der Einkaufsmanager an.

Allianz / Dresdner Bank: Faber drückt aufs Tempo

Die Aktie der Allianz   tendierte zum Auftakt rund ein Prozent im Plus. Allianz-Vorstand Joachim Faber hat sich in der "Süddeutschen Zeitung" unzufrieden mit dem Tempo der Integration der Dresdner Bank in den neuen Allfinanzkonzern geäußert.

Autotitel knapp behauptet

Der sich zuspitzende Stahlstreit zwischen der EU und den USA sowie die drohenden Streiks der Metallarbeiter sorgen weiterhin für Sorgen in der Autobranche. Der positive Ausblick von General Motors   konnte die Stimmung zunächst nicht drehen. DaimlerChrysler   gab zum Auftakt weiter leicht ab. Der neue Mitsubishi-Chef und DaimlerChrysler-Manager Rolf Eckrodt hat im "Tagesspiegel" ein umfassenders Engagement des Stuttgarter Konzerns an Mitsubishi ausgeschlossen.

Die deutschen Energieversorger sind weiter expansionshungrig und legten am Donnerstag jeweils leicht zu. Der E.ON   -Konzern hat die Mehrheit beim finnischen Energieversorger Espoon Sähkö übernommen. E.ON halte künftig 63,89 Prozent des Eigenkapitals und 64,33 Prozent der Stimmrechte bei Espoon. RWE   und E.ON sind außerdem im Zuge der anstehenden Privatisierungsverfahren in der polnischen Energiewirtschaft an dem Erwerb von Minderheitsbeteiligungen interessiert.

Neuer Markt: Käufer für ConSors?

Käufer für ConSors?

Der zweitgrößte deutsche Online-Broker ConSors   hat 2001 einen Konzern-Verlust von 125,5 Millionen Euro verbucht und gab am Mittwoch rund 1,5 Prozent nach. Bei der Auktion des Online-Brokers zeichnet sich nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" eine Entscheidung ab. Wie das Blatt in seiner Donnerstagausgabe meldet, wird voraussichtlich die französische BNP Paribas SA den Nürnberger Internet-Wertpapierhändler übernehmen. Der Kaufpreis soll jedoch nicht deutlich über dem aktuellen Börsenwert liegen: Die Aktie gab zum Auftakt um 1,5 Prozent nach. Die anderen Broker im Nemax 50, comdirect   und DAB Bank   , legten dagegen leicht zu.

Der Anlagenbauer Steag Hamatech   meldete am Donnerstag Zahlen, die besser waren als erwartet. Die Aktie zog deutlich an und kletterte mit einem Plus von knapp sechs Prozent an die Spitze des Nemax 50. Bereits gestern hatte auch der Anlagenbauer Singulus   nach Zahlen deutlich zugelegt. Singulus hat 2001 sinkende Umsätze in allen Bereichen hinnehmen müssen. Allerdings will der Anlagebauer neue Märkte erschließen und gab ebenfalls einen positiven Ausblick.

Die VIVA Media AG hat für 2001 einen geringeren Verlust als befürchtet ausgewiesen. Der Betriebsverlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei zwar von 1,64 Millionen Euro auf 13,91 Millionen Euro ausgeweitet worden, aber hinter den prognostizierten 17,86 Millionen Euro zurückgeblieben. Das teilte VIVA am Donnerstag in Köln mit. 2002 möchte das Medienunternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben.

Warnung von Juniper, Boeing auf Sternenmission

Einen Tag vor Quartalsende kletterten die US-Börsen gestern im späten Handel ins Plus. Der Dow Jones schloss 0,7 Prozent fester, nachdem zyklische Werte wie General Motors nach einem optimistischen Ausblick sowie Boeing zugelegt hatten. Auch der Nasdaq Composite kletterte um 0,1 Prozent ins Plus auf 1826 Zähler: Zwar verbuchten Schwergewichte wie Intel, Hewlett Packard und Amazon Verluste, jedoch setzte sich im späten Handel bei der Mehrzahl der Werte eine freundliche Tendenz durch. Nach Börsenschluss in den USA folgte jedoch eine Umsatzwarnung des Netzwerkausrüster Juniper Networks. Die Luftfahrt- und Telekommunikationssparte von Boeing wird Unternehmensangaben zufolge einem neuen Konsortium vorstehen, das sich um einen potenziellen mehrere Milliarden Dollar umfassenden Auftrag für das neue Satelliten basierte Kommunikationssystem der US-Marine bemüht. Die Aktie legte am Mittwoch deutlich zu. Der Netzwerkausrüster Juniper Networks hat dagegen seinen Ausblick für das erste Quartal 2002 revidiert. Demnach rechnet der US-Anbieter von Infrastrukturlösungen für Internetprovider für das erste Quartal nunmehr mit einem Umsatz von rund 120 Millionen bis 125 Millionen US-Dollar. Zuvor war ein Erstquartalsumsatz von 150 bis 155 Millionen Dollar angepeilt worden.

Tokio schließt fester

Die Aktienbörse in Tokio hat am Donnerstag gut behauptet geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte verbesserte sich um 9,43 Punkte und ging mit 11.333,11 Punkten aus dem Markt. Der Euro notierte am Donnerstag Morgen bei 0,8737 US-Dollar.