Börse am Morgen Dax öffnet tief im Minus
Frankfurt am Main - Der Dax hat innerhalb der ersten halben Handelsstunde rund 1,9 Prozent auf 4226 Punkte nachgegeben. Am Neuen Markt notierte der Nemax 50 auf 791 Zählern, ein Minus von 1,3 Prozent.
Im Dax haben am Morgen nur die Titel von MAN !CHART;1000004267>, DaimlerChrysler und Lufthansa leicht zulegen können. Deutlich unter Druck stand die Aktie von Preussag , die annähernd vier Prozent auf 25,42 Euro nachgab.
Die Aktie der Deutschen Bank verlor 2,3 Prozent auf 58,82 Euro. Das Unternehmen bleibt auch nach der Übernahme des amerikanischen Vermögensverwalters Scudder auf Partnersuche. Die Expansion sei "noch lange nicht beendet", sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf. E. Breuer, dem "Handelsblatt". Zudem steht am Mittwoch das Listing an der New York Stock Exchange an.
Am Neuen Markt verloren die Titel von Intershop 7,8 Prozent auf 1,53 Euro. Die Softwarefirma hat ihre Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2001 von zuvor rund 120 Millionen Euro auf rund 80 Millionen Euro zurückgenommen. Dies gehe auf eine anhaltende Konjunkturschwäche und zurückhaltende Unternehmensausgaben im IT-Bereich zurück, teilte das Unternehmen mit. Um in 4. Quartal 2001 schwarze Zahlen beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichen zu können, will Intershop unter anderem an den Mitarbeitern sparen und ein Viertel der rund 1000 Stellen streichen.
Das viel diskutierte Regelwerk für den Neuen Markt greift ab heute. Den sogenannten Pennystocks droht damit das Aus an der Wachstumsbörse. Die Nasdaq lockerte dagegen ihre Delisting-Regeln. Auf Grund der schwierigen konjunkturellen Lage werde ein Zwangs-Ausschluss derzeit nicht angewendet.
Wichtige Konjunkturdaten erwartet
Von der Konjunkturseite werden im weiteren Handelsverlauf wichtige Daten erwartet: In den USA steht der Einkaufsmanager-Index an. Volkswirte versprechen sich von dem Frühindikator Aufschluss über den Stand der wirtschaftlichen Abwärtsentwicklung in den Vereinigten Staaten. Erste Aussagen, inwieweit die Anschläge zu einem Stimmungseinbruch in der europäischen Wirtschaft geführt haben, versprechen sich Experten von den Einkaufsmanager-Indices für die Eurozone und Großbritannien. Die Erhebung fiel vollständig in den Zeitraum nach den Attentaten auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11. September.
Tokio schließt im Plus
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat sich am Montag nach anfänglichen Verlusten wegen des drastisch verschlechterten Wirtschaftsklimas wieder gefangen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte kletterte bis zum Handelsschluss um 197,60 Punkte, oder zwei Prozent auf 9972 Punkte. In den ersten 15 Handelsminuten hatte der Nikkei noch einen Verlust von 151,04 Punkten verbucht.
Der Dow Jones kletterte am Freitag um 1,9 Prozent auf 8848 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 verbesserte sich um 2,19 Prozent auf 1041 Zähler. Die Nasdaq kletterte auf 1499 Punkte, ein Plus von 2,6 Prozent.