Börse am Morgen Endspurt vor Sylvester
Frankfurt am Main Die deutschen Standardwerte sind nach der dreitägigen Feiertagspause am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Deutsche Aktienindex Dax gewann in den ersten Handelsminuten 1,4 Prozent auf 5088 Punkte. Bis auf vier Werte verzeichneten alle Blue Chips im Dax Kursgewinne. Am Neuen Markt gewann der Nemax 50 1,6 Prozent hinzu und notierte bei 1158 Zählern.
Spitzenreiter im Dax waren die Autotitel. DaimlerChrysler stiegen um 1,8 Prozent auf 46,48 Euro. DaimlerChrysler-Manager Rolf Eckrodt hatte sich in einem Interview mit der "Berliner Morgenpost" zuversichtlich geäußert, bei der Tochter Mitsubishi schon zum Ende dieses Geschäftsjahres (März 2002) ein ausgeglichenes Ergebnis vorlegen zu können. Die Konkurrenz aus Wolfsburg legte einen noch besseren Start hin. Volkswagen führt den Dax mit einem Plus von über 2,2 Prozent an.
Die Aktien der deutschen Einzelhandelswerte tendierten nach den Weihnachtsfeiertagen ebenfalls fester. Metro gewannen 1,4 Prozent auf 40,50 Euro, und KarstadtQuelle legten 0,6 Prozent auf 44,48 Euro zu. Der deutsche Einzelhandel hatte am Wochenende eine positive Bilanz des Weihnachtsgeschäfts gezogen. Ein Viertel der Einzelhandelsunternehmen äußerten sich in einer Umfrage des Branchen-Verbandes HDE insgesamt zufrieden mit dem Feiertagsgeschäft. Die Hälfte habe den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern können.
Tokio legt kräftig zu
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag trotz miserabler Daten zur Industrieproduktion fester geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte um 265,04 Punkte oder 2,6 Prozent zu und ging beim Stand von 10.457 Zählern aus dem Handel. Der breit angelegte Topix gewann 19,72 Punkte oder zwei Prozent hinzu und schloss beim Stand von 1.013 Zählern.
Offensichtlich hätten öffentliche Pensionsfonds am Nachmittag dafür gesorgt, dass die Kurse nach oben schossen, hieß es in Marktkreisen. Zudem habe der schwache Yen insbesondere die Kurs von exportorientierten Unternehmen gestützt, sagte Minoru Tada, von Tsubasa Securities. Er rechne damit, dass der Nikkei-Index auch über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten am Jahresende aus dem Handel gehen werde.