Börse am Morgen Es geht abwärts
Frankfurt am Main - Der Dax notierte wenige Minuten nach Handelsbeginn mit 0,4 Prozent im Minus, der Nemax 50 fiel um 1,6 Prozent.
Nachdem am Vortag weltweit etliche Unterstützungslinien brachen, der Nemax 50 ein Rekordtief erreichte und der Dax auf einem 16-Monatstief schloss, glauben Händler nicht an eine Kurserholung.
Die angespannte Stimmung auf dem Aktienmarkt wird zudem von schlechten Unternehmensnachrichten weiter eingetrübt. In den vergangenen Tagen waren es nicht nur die Technologiewerte, die Gewinnwarnungen ausgaben, sondern auch Blue Chips aus der "Old Economy". Die Konjunkturabschwächung lastet nicht auf den High-Techs allein.
In den USA fiel der Dow Jones am Mittwoch um 2,4 Prozent auf 9487 Punkte - der tiefste Stand seit März 1999. Der Technologieindex Nasdaq ging am Mittwoch mit einem Minus von 1,46 Prozent aus dem Handel, auf einem Stand von 1.830 Punkten.
Volkswagen und Stinnes legen Zahlen vor
In Frankfurt steht von den Dax-Werten heute der Volkswagen-Konzern im Blickpunkt. Das Unternehmen zieht in Wolfsburg die Bilanz des besten Jahres in der Geschichte des Unternehmens. Trotz Milliarden-Rückstellung zur Finanzierung der EU-Altautoverordnung verbuchten die Wolfsburger 2000 einen Rekordgewinn von 6,78 Milliarden Mark vor Steuern. Der Umsatz legte um 13,8 Prozent auf 167,33 Milliarden Mark zu.
Im M-Dax werden die Zahlen vom Logistik-Unternehmen Stinnes den Handel prägen. Im Geschäftsjahr 2000 steigerte Stinnes den Konzernumsatz um 2,3 Prozent auf zwölf Milliarden Euro. Bereinigt um die verkauften Baustoffaktivitäten hat der Außenumsatz um 16,3 Prozent auf elf Milliarden Euro zugenommen. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Bereiche Chemie sowie Luft- und Seefracht zurückzuführen.
Wieder Verluste in Fernost
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag einen Teil ihrer massiven Gewinne vom Vortag wieder eingebüßt. In Folge der negativen Vorgabe der Wall Street sowie Gewinnmitnahmen sackte der Nikkei-Index erneut unter die Marke von 13.000 Punkten. Am Ende notierte der Nikkei mit einem deutlichen Verlust von 249,97 Punkten oder 1,9 Prozent beim Stand von 12.853 Punkten. Auch der marktbreitere Topix büßte 16,22 Punkte oder 1,3 Prozent ein und sank auf 1259 Punkte. Am Vortag hatte der Nikkei nach der deutlichen geldpolitischen Lockerung der Bank von Japan um 7,5 Prozent zugelegt.