Börse am Morgen: Kinowelt bricht ein - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Kinowelt bricht ein

Nach einem schwachen Start drehte der Dax leicht ins Plus. Am Neuen Markt sorgten schlechte Unternehmensmeldungen für eine schwächere Tendenz.
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Frankfurt am Main - Der Dax drehte mit rund 0,2 Prozent auf 6235 Zähler ins Plus. Die Wachstumswerte im Nemax-50 gaben zunächst rund ein halbes Prozent auf 1880 Punkte nach.

Das Schlusslicht im Dax bildeten die Papiere der Commerzbank mit Abschlägen von rund 3,80 Prozent auf 30,52 Euro. Zu den Gewinnern zählten zunächst defensive Werte wie Linde, MAN und Adidas mit leichten Aufschlägen zwischen 0,53 und 0,33 Prozent an. Stärkster Wert war die T-Aktie mit einem Plus von 0,86 Prozent auf knapp 27 Euro.

Am Neuen Markt kamen die Aktien von Kinowelt unter die Räder. Das Medienunternehmen hat für das Gesamtjahr eine Gewinnwarnung herausgegeben und schwache Quartalszahlen vorgelegt. Die Aktie gab zuletzt mehr als 10,5 Prozent auf rund fünf Euro nach.

Die Aktien der Morphosys AG verbilligten sich ebenfalls um mehr als zehn Prozent auf 77,00 Euro. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen den Fehlbetrag auf 2,03 Mio. Euro verringert und einen Umsatz von 2,76 Millionen Euro erzielt. Analysten hatten jedoch über vier Millionen Euro erwartet.

Auch die AmaTech AG überraschte mit schlechten Quartalszahlen die Anleger in negativer Hinsicht. Die anvisierten Planzahlen wurden weit verfehlt und auch die Liquiditätssituation sei, so die Mitteilung von AmaTech, "nach wie vor stark angespannt". Die Aktie rutschte um 15,84 Prozent auf 1,70 Euro ab.

Vor Handelsbeginn meldete die am Neuen Markt notierte MWG Biotech ad hoc "die besten Quartalszahlen der Unternehmensgeschichte". Das Unternehmen habe nach eigenen Angaben in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2001 mit 22,8 Millionen Mark den bisher höchsten Erstquartalsumsatz in der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Mit einem Ebitda von minus -1,0 Millionen im ersten Quartal 2001 vollziehe das Unternehmen nach den Schwierigkeiten im vierten Quartal 2000 konsequent den Turnaround. Im letzten Quartal 2000 lag das Ebitda noch bei 18,7 Millionen Mark. Das Ebitda des ersten Quartals 2000 hatte bei 2,5 Millionen Mark gelegen, hieß es weiter. Die Aktie konnte um 11,60 Prozent auf 5,30 Euro zulegen.

Börsenausblick: Fraport-Zeichnungsfrist beginnt

Die US-Börsen bleiben wegen eines Feiertages geschlossen, ein wichtiger Impuls fehlt also. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass sich die deutschen Aktienmärkte aus den widerstreitenden Stimmungspolen zwischen schwachen US-Konjunkturdaten und Zinssenkungsphantasien befreien könnten.

Als Signal für weitere Börsengänge in diesem Jahr gilt die heute beginnende Zeichnungsfrist für die Aktien des Frankfurter Flughafens. Die Preisspanne zwischen 32 und 37 Euro liegt deutlich unter den im Vorfeld genannten Bewertungsgrenzen. Zahlreiche Fondsmanager hatten zuvor einen Ausgabepreis von maximal 30 Euro empfohlen und vor einem zu hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis gewarnt, dass die Fraport-Aktie gegenüber der britischen Konkurrenz BAA weniger attraktiv machen könnte.