Börse am Morgen: Lufthansa an der Spitze - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Lufthansa an der Spitze

Nach schwachem Start fängt sich der Dax. Die Deutsche Bank legt nach Vorlage der Zahlen zu. Allianz und Münchener Rück bleiben im frühen Handel unter Druck. Auch Bayer leidet unter schwachen Zahlen.
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Frankfurt am Main - Der Dax kletterte bis 9.45 Uhr um 1,4 Prozent auf 3752 Zähler, nachdem er zum Handelsstart kurzzeitig unter 3700 Punkte abgetaucht war. Die feste Tendenz im Dow Jones, die recht guten Zahlen der Deutschen Bank und die Einsicht, dass der Kurssturz der Allianz vielleicht doch ein wenig überzogen ist, locken Käufer in den Markt zurück. Zu den größten Gewinnern im Index zählten die Lufthansa   sowie Post   und Metro  : Die Lufthansa setzte nach der Anhebung der Gewinnprognose ihre Erholung fort, und die Post erholte sich von den Vortagesverlusten.

Allianz und Münchener Rück reduzieren Anfangsverluste

Die Gewinnwarnung der Allianz hatte den Dax bereits gestern in den Keller geschickt. Die Allianz hat erklärt, der angestrebte Gewinn von drei Milliarden Euro in diesem Jahr sei nicht zu halten. Der Konzern verwies auf die schwachen Kapitalmärkte und die schwierige Ergebnisentwicklung im Kapitalanlage- und Bankgeschäft. Im zweiten Quartal ist ein Verlust von 350 Millionen Euro entstanden. Die Aktie der Allianz  , die bereits gestern zweistellig abgestürzt war, fiel am Donnerstag im frühen Handel sogar deutlich unter 140 Euro, konnte ihre Verluste jedoch auf drei Prozent reduzieren. Auch bei der Münchener Rück, durch die Allianz stark unter Druck gesetzt, betrug das Minus zuletzt nur noch 2,4 Prozent auf 190 Euro.

Bayer enttäuscht die Märkte

Zu den größten Verlierern im Index gehörte auch der Pharmakonzern Bayer   mit einem Minus von vier Prozent. Bayer hat einen deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgang gemeldet und die Märkte enttäuscht. Der Gewinn ist im zweiten Quartal auf 293 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch 546 Millionen Euro betragen.

Deutsche Bank: Gewinnplus durch Verkäufe

Zumindest Anleger der Deutsche Bank   können hoffen, dass sich der Kurs stabilisiert. Trotz der Krise im Sektor hat sich das Geldhaus im zweiten Quartal recht gut gehalten. Die Deutsche Bank hat ihren Gewinn im 2. Quartal dieses Jahres kräftig erhöht - allerdings in erster Linie durch Beteiligungsverkäufe. Das Ergebnis vor Steuern lag nach Mitteilung des Geldinstituts vom Donnerstag in Frankfurt bei 2,2 Milliarden Euro und damit um 35 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresquartals. Ohne Berücksichtigung von Gewinnen aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen und anderen Sonderposten weist die Bank einen bereinigten Vorsteuergewinn von 913 Millionen Euro im 2. Quartal aus. Die Aktie kletterte zuletzt um 2,8 Prozent auf 59,90 Euro.

Analystenkommentar belastet T-Aktie

Ein negativer Analystenkommentar hat gestern die Aktien der Deutschen Telekom   in den Keller geschickt. Die Investmentbank UBS Warburg hat die Papiere von "Halten" auf "Reduzieren" gestuft. Die T-Aktie gab fünf Prozent auf 11,62 Euro ab und tendierte auch am Donnerstag um den Vortagesschluss. UBS-Analyst James Ratzer hatte in seiner Studie das Preisziel auf zehn Euro gesenkt. Die Telekom werde aggressive Sparmaßnahmen angehen müssen und vermutlich trotzdem im Jahr 2004 auf externe Finanzierung angewiesen sein.

Nikkei schwächer, Euro kaum verändert

Der Nikkei ging am Donnerstag mit einm Verlust von 0,9 Prozent auf 9793 Zähler aus dem Handel. Der Euro notierte am Donnerstag Morgen kaum verändert bei 0,9782 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs bei 0,9783 (Dienstag: 0,9835) US-Dollar festgesetzt.

Im späten Handel hat der US-Leitindex Dow Jones rund 200 Punkte aufgeholt und schloss 0,7 Prozent fester auf 8736 Zähler. Dies dürfte im Dax für ein wenig Unterstützung sorgen, obwohl der Handel in Frankfurt heute von den Zahlen der Index-Schwergewichte Allianz und Deutsche Bank bestimmt wird.