Börse am Morgen: Lufthansa erholt sich - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Lufthansa erholt sich

Die deutschen Aktienmärkte sind schwach in die neue Handelswoche gestartet. Gegen den Abwärtstrend stemmten sich die Aktien der Lufthansa. Der Nemax 50 ist unter 1400 Punkte gefallen.
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Frankfurt am Main – Der Dax startete im Minus und fiel bis 9.30 Uhr auf 5889 Zähler - ein Minus von 0,9 Prozent. Der Nemax 50 fiel um 2,9 Prozent auf 1374 Punkte. Der M-Dax sank um 0,7 Prozent auf 4792 Zähler.

Die Hiobsbotschaften der vergangenen Woche haben zum Handelsbeginn in Frankfurt die Stimmung noch deutlich getrübt. Händler hielten sich mit ihren Engagements zurück. Stattdessen hieß die Devise wieder einmal: Warten. Am Dienstag kommt in den USA der Offenmarktausschuss zusammen. Die Hoffnungen der Börsianer liegen auf einer weiteren Zinssenkung der US-Notenbank. Erwartet wird eine Reduzierung von 25 bis 50 Basispunkte.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat am Montag vor Börseneröffnung neue Konjunkturdaten bekannt gegeben. Wie die Experten mitteilten, lagen die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte um 4,6 Prozent über dem Vorjahresstand. Im April hatte die Steigerung noch fünf Prozent betragen und im März 4,9 Prozent. Die Energiepreise stiegen im Mai innerhalb eines Jahres um 18,6 Prozent, Erdgas verteuerte sich sogar um 36,8 Prozent. Im Vergleich zum April erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,2 Prozent. Die Zahlen lagen am unteren Ende der Erwartungen.

Zu den wenigen Gewinnern am Morgen gehörte die Lufthansa. Die in den vergangenen Wochen arg gebeutelte Aktie kletterte um 0,6 Prozent auf 18,23 Euro.

Die Titel von BASF und Bayer gaben hingegen 1,4 Prozent auf 43,12 Euro und 1,3 Prozent auf 42,89 Euro ab. Nach der Gewinnwarnung in der vergangenen Woche äußerte sich der BASF-Finanzchef Max Dietrich Kley nun skeptisch über die Aussichten für die kommenden Monate. "Wir sind in Westeuropa bisher von drei Prozent Wachstum der Chemie-Industrie ausgegangen. Das nehmen wir auf etwa 2,5 Prozent zurück," sagte Kley dem Magazin "Euro am Sonntag". Für das Gesamtjahr werde in den USA nunmehr mit einer negativen Wachstumsrate der Chemiekonjunktur von etwa einem Prozent. Zuvor habe BASF noch ein Plus der Chemiekonjunktur von 1,5 Prozent unterstellt.

Unter Druck standen auch die Aktien von Volkswagen, die 1,5 Prozent auf 53,83 Euro verloren. Ein Jahr vor dem Ende der Dienstzeit von Cheflenker Ferdinand Piëch scheint sich ein Machtkampf anzubahnen. Im Kreuzfeuer der Wolfsburger Kritik steht die Konzerntochter Audi.

Die Finanzwerte starteten schwach in die neue Börsenwoche: Die Anteilsscheine der Deutschen Bank (minus 0,9 Prozent auf 87,21 Euro), Dresdner Bank (minus 1,4 Prozent auf 52,81 Euro) und Commerzbank (minus 0,6 Prozent auf 29,67 Euro) verbilligten sich deutlich. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wollen die drei Banken ihr Hypothekengeschäft zusammenlegen. Ziel sei es, Kosten einzusparen. Demnach verhandelten die Dresdner Bank und die Commerzbank bereits über eine Fusion ihrer Hypothekenbanken, für die sie auch die Eurohypo der Deutschen Bank gewinnen wollen.

Größter Verlierer am Morgen war das SAP-Papier, das annähernd zwei Prozent auf 167,30 Euro abgab.

Schwache Vorgaben aus Tokio und New York

Die Aktien an der asiatischen Leitbörse in Tokio sind am Montag mit Kursverlusten in die Börsenwoche gestartet. Nach anfänglichen Kursaufschlägen fiel der Nikkei-Index für 225 führende Werte wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Zählern. Zum Handelsschluss notierte er mit einem Abschlag von 148,14 Punkten oder 1,1 Prozent bei 12.886 Zählern. Der marktbreite Topix verbuchte ebenfalls Verluste. Er stand zum Handelsende bei 1291 Zählern; einem Rückgang von rund einem Prozent oder 13,68 Punkten.

Der Dow Jones fiel am Freitag um ein Prozent zurück, auf 10.605 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 gab um 0,9 Prozent auf 1225 Zähler nach. Die Nasdaq verlor 1,2 Prozent auf 2035 Punkte.

Euro startet behauptet in die Woche

Der Euro ist mit leichten Kursgewinnen in den europäischen Handel gestartet. Gegen 8.35 Uhr kostete die europäische Gemeinschaftswährung in Frankfurt 0,8594 Dollar. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 0,8528 Dollar festgesetzt. Ein Dollar kostete damit 2,2934 Mark.