Börse am Morgen: Nemax auf neuem Jahrestief - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Nemax auf neuem Jahrestief

Die schwachen Vorgaben aus den USA und negative Einschätzungen zur Halbleiterbranche zeigen ihre Wirkung: Technologiewerte im Dax gehören am Dienstagmorgen erneut zu den größten Verlierern im Dax und ziehen den Index ins Minus. Auch die Wachstumswerte am Neuen Markt geben kräftig nach.
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Hamburg - Nach schwachen Vorgaben der Wall Street haben die deutschen Aktienmärkte am Dienstag leichter eröffnet. Die Standardwerte im Dax fielen bis 9.15 Uhr um 0,7 Prozent auf 5810 Punkte zurück. Die Wachstumswerte im Nemax 50 verloren rund drei Prozent auf 1147 Zähler. Der Nemax All Share ging um 2,5 Prozent auf ein neues Jahrestief bei 1225 Punkten zurück.

Infineon, Siemens, Epcos und SAP verzeichneten Abschläge zwischen 0,93 und 2,60 Prozent. Auch die T-Aktie zeigte sich erneut schwächer. Nach Verlusten von 2,70 Prozent am Vortag fiel das Papier am Morgen um weitere 1,15 Prozent auf 25.76 Euro ab.

Die Deutsche Post will nach einem Zeitungsbericht bis zu 5000 Briefzusteller einsparen. Die "Aktie Gelb" zeigte sich unverändert auf 19 Euro, stand damit aber im oberen Drittel des Index.

Weltweit dünne Umsätze hatten am Montag das Börsengeschehen dominiert. Dabei hungerte die Wall Street nach dem positiven Ausblick eines großen Technologiekonzerns. Den sahen die Anleger in Tokio noch nicht und hielten sich auch am Dienstag mit ihrem Engagement zurück. Der Nikkei schloss um 1,7 Prozent schwächer bei 12.128 Zählern.

Zwar hatten die Bankenriesen Citigroup und Bank of America mit besser als erwarteten Quartalszahlen zunächst die Stimmung aufgehellt. Pessimistische Kommentare etwa von Applied Materials zur Halbleiterbranche hatten dann die positive Tendenz schnell wieder zunichte gemacht.

Deshalb dürften die deutschen Aktienmärkte angesichts der zu erwartenden Zurückhaltung der Investoren und der schwachen Vorgaben aus den USA eher schwächer tendieren. Der Dow Jones hatte 0,64 Prozent schwächer geschlossen auf 10.472 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq präsentierte sich 2,7 Prozent schwächer auf 2029 Zähler.

Das zweite Quartal vor allem bei den Technologiekonzernen haben die meisten Investoren bereits abgehakt. Nach einhelliger Meinung der Analysten werden Gewinne geringer ausfallen. Entscheidend ist für die Börsianer heute nach US-Börsenschluss deshalb auch, welchen Ausblick etwa der Computerriese Apple und der weltgrößte Chiphersteller Intel geben werden. Geschäftszahlen noch vor Handelsbeginn werden unter anderem von der Investmentbank Merrill Lynch, dem Biotechnologiekonzern Biogen und dem Autobauer General Motors erwartet.

Philips warnt vor niedrigeren Gewinnen im Gesamtjahr

Vor Handelsbeginn hat der niederländische Elektronikkonzern schlechte Zahlen veröffentlicht und überraschte mit einer versteckten Gewinnwarnung. Der Verlust je Aktie liegt im zweiten Quartal bei 0,60 Euro nach einem Gewinn je Anteilsschein von 2,71 Euro. Philips schließt einen Verlust für das Gesamtjahr jetzt nicht mehr aus.

Interessant könnte heute der Handel für die Aktien der Deutsche Post werden. Der ehemalige Staatsmonopolist will nach einem Zeitungsbericht bis zu 5000 Briefzusteller einsparen.

Die HypoVereinsbank will heute über weitere Details zur Neuordnung ihres Privatkundengeschäfts informieren. Vor wenigen Wochen hatte die Bank bekannt gegeben, dass sämtliche Filialen der Norisbank und der Vereins- und Westbank umbenannt und künftig in ganz Deutschland HypoVereinsbank heißen sollen. An etwa 90 Standorten wurden wegen Überlappungen Filialzusammenlegungen und Schließungen für möglich gehalten. Wie viele Arbeitsplätze durch die Zusammenlegung der Filialen bedroht sind, wurde zunächst nicht bekannt.