Börse am Morgen Richtungsloser Handel
Frankfurt am Main - Im frühen Handel hat der Dax bereits eine kleine Berg- und Talfahrt auf das Parkett gelegt. Nach einer freundlichen Eröffnung fiel der Blue-Chip-Index tief ins Minus, reduzierte seine Verluste bis 9.30 Uhr aber wieder auf minus 0,5 Prozent bei 4611 Punkten. Der Nemax 50 fiel im frühen Handel auf die Vortagesschlusslinie zurück, behauptete sich aber meist leicht im Plus.
Zum Wochenschluss gibt es kaum kursbeeinflussende Nachrichten. Erst am Nachmittag (14.30 Uhr MEZ) könnten die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Oktober Impulse geben. Händler rechnen mit einer Zunahme der Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent für den Oktober nach 4,9 Prozent im September.
Im Blickpunkt des Handels standen am Freitag wieder die Aktien der Deutschen Bank . Einem Bericht der "Welt" zufolge wird die Bank deutlich mehr Stellen abbauen als bisher angekündigt. Die Zeitung beruft sich auf Unternehmenskreise und spricht von 15.000 Stellen, die wegfallen könnten. Offiziell stehen nur 7100 Arbeitsplätze auf der roten Liste. An der Börse sind die Spekulationen um das Bankhaus negativ aufgenommen worden. Die Titel gaben rund 0,3 Prozent auf 63,35 Euro nach.
Weiter auf Erholungskurs befanden sich die Aktien von Infineon , die am Vortag als Tagessieger aus dem Handel gingen. Zum Wochenschluss belegten die Papiere mit einem Kursaufschlag von zwei Prozent auf 18,21 Euro die Spitzenposition in der Gewinnerliste. Leicht fester notierten noch Fresenius Medical Care , Lufthansa , und SAP .
Die Autowerte notierten etwas schwächer, obwohl die deutschen Konzerne gute Absatzzahlen in den USA bekannt gegeben hatten. BMW hat im Oktober den 37. monatlichen Verkaufsrekord in Folge aufgestellt. Bei Volkswagen hat die Konzerntochter Audi ein gutes Ergebnis eingefahren.
Microsoft zieht Börsen hoch
An der Wall Street löste eine Einigung im seit drei Jahren anhaltenden Kartellstreit zwischen dem Justizministerium und Microsoft eine Rallye aus. Der Dow Jones kletterte am Donnerstag um 2,1 Prozent auf 9264 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 verbesserte sich um 2,3 Prozent auf 1084 Zähler. Die Nasdaq schoss um 3,3 Prozent nach oben, auf 1746 Punkte.
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat die Woche uneinheitlich beendet. Nach der positiven Vorgabe der Wall Street vom Vortag notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Freitag zum Handelsende einen Aufschlag von 36,50 Punkten oder 0,4 Prozent und ging mit 10.383 Punkten ins Wochenende. Zwischenzeitlich hatte das Börsenbarometer um mehr als 170 Punkte zugelegt.
Auch der breit angelegte Topix legte zunächst zu, notierte dann aber am Handelsende doch mit minus 2,20 Punkten beziehungsweise minus 0,2 Prozent bei 1053 Zählern.
Euro verliert leicht
Der Euro ist zum Wochenausklang leicht geschwächt in den Handel gestartet. Die Devisenhändler hätten bereits die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche im Blick, sagten Marktteilnehmer. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte um 9 Uhr bei 0,9045 Dollar. Am Donnerstagnachmittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 0,9097 (Mittwoch: 0,9042) Dollar festgesetzt. Ein Dollar kostete damit 2,1500 Mark.