Börse am Morgen: Start stimmt zuversichtlich - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Start stimmt zuversichtlich

Die deutschen Aktienmärkte sind fest in den Handelstag gestartet. Die Titel der Softwareschmiede SAP profitieren von einem angekündigten Aktienrückkaufprogramm und legen kräftig zu.
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Frankfurt am Main - Der Dax legte innerhalb der ersten halben Handelsstunde um 2,3 Prozent auf 4278 Punkte zu. Am Neuen Markt notierte der Nemax 50 auf 782 Zählern, ein Plus von 4,1 Prozent.

Die Aktie von SAP   legte am Morgen 4,4 Prozent auf 114,85 Euro zu. Die Softwareschmiede hatte am Morgen angekündigt, ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 400 Millionen Euro zu starten. Der Erwerb soll der späteren Bedienung von Wandlungs- und Bezugsrechten im Rahmen des Aktienoptionsplans bzw. dem Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen dienen, hieß es in einer Ad-hoc-Meldung. Eine "ziemlich gute Sache", sagte ein Marktteilnehmer. Er hofft auf eine Bodenbildung durch den angekündigten Aktienrückkauf. Ein Händler bewertete das Rückkaufprogramm als Ausdruck des Optimismus der Geschäftsführung. "Offensichtlich sind die der Meinung, die Aktie wäre billig", sagte er. Die HypoVereinsbank setzte unterdessen Händlern zufolge ihr Kursziel für SAP auf 140 Euro hoch.

Die Spitze der Gewinnerliste wurde angeführt von der Adidas Salomon-Aktie. Die Titel verteuerten sich um 4,7 Prozent auf 57,53 Euro. Unternehmenschef Herbert Hainer hatte in einem Gespräch mit dem Handelsblatt die Wachstumsprognosen von 15 Prozent bestätigt.

Der deutsch-amerikanische Autokonzern DaimlerChrysler   setzt auf Kontinuität: Jürgen Schrempp soll bis zum Jahr 2005 Vorstandschef bleiben. Wie das Unternehmen in Stuttgart am späten Donnerstagabend bekannt gab, hat der Aufsichtsrat entsprechende Beschlüsse gefasst. Die Börse honorierte die Entscheidung im frühen Handel mit einem Kursanstieg von über zwei Prozent.

Die im MDax notierte Aktie von ProSiebenSat.1 verlor mehr als elf Prozent auf 5,55 Euro, nachdem der Medienkonzern seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2001 nach unten revidiert hat. Im Vergleich zum Rekordjahr 2000 werde jetzt mit einem Umsatzrückgang von vier Prozent gerechnet, hieß es. Der Jahresüberschuss werde voraussichtlich um rund zehn Prozent sinken, das Ergebnis vor Steuern um rund 30 Prozent.

Händler in Frankfurt warten unterdessen auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Gegen 16 Uhr (MESZ) wird der Index des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan für September veröffentlicht. Der Anfang der Woche von dem unabhängigen Forschungsinstitut Conference Board veröffentliche Index zum Verbrauchervertrauen ist bereits dramatisch gefallen und hat den niedrigsten Stand seit 1996 erreicht. Marktbeobachter rechnen damit, dass die wirtschaftliche Erholung noch auf sich warten lässt, solange die Konsumenten nicht wieder Vertrauen in die Wirtschaft schöpfen und die Konsumausgaben ankurbeln.

Feste Tendenz in Tokio

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Freitag leichte Gewinne verbucht. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte 0,8 Prozent zu und schloss beim Stand von 9774 Punkten. Der breiter angelegte Topix gewann zwei Prozent und ging mit 1023 Punkten aus dem Handel. Nach Aussagen von Händler profitierte der Aktienmarkt von dem stärkeren Dollar gegenüber dem Yen und dem Anstieg des Dow-Jones-Index in New York.

Die japanische Regierung hatte vor Öffnung des Aktienmarktes die Arbeitslosenquote veröffentlicht, die im August mit fünf Prozent unverändert im Vergleich zum Vormonat war. Die schlechten Zahlen wirkten sich wenig auf den Markt aus, meinten Börsenmakler.

In den USA schloss der Dow Jones nach einer Schlussrallye am Donnerstag um 1,33 Prozent fester auf 8681 Punkten. Die Nasdaq fiel um 0,23 Prozent auf 1461 Punkte zurück.

Euro gibt wieder ab

Die europäische Gemeinschaftswährung kostete um 9.15 Uhr 0,9134 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 0,9205 (Mittwoch: 0,9219) Dollar festgesetzt. Ein Dollar kostete damit 2,1247 (2,1215) Mark.