Börse am Morgen: T-Aktie fällt - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen T-Aktie fällt

Eigentlich standen die Vorzeichen gut: Die US-Börsen hatten eine Minirallye hingelegt. Doch die deutschen Aktienmärkte eröffneten schwach.
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Frankfurt am Main - Der Dax fiel nach Handelsbeginn um 1,6 Prozent, der Nemax50 um 2,6 Prozent. Zu den ersten Dax-Verlierern zählte die T-Aktie, die über zwei Prozent verlor.

Dabei hatten die US-Börsen am Dienstag deutlich im Plus geschlossen: Nach Veröffentlichung des Indexes zum US-Verbrauchervertrauen hatten der Dow Jones und die Nasdaq eine regelrechte Minirallye aufs Parkett gelegt. Der Blue-Chip-Index gewann am dritten Tag in Folge hinzu und schloss auf einem Zählerstand von 9947, ein Zuwachs von 260 Punkten oder 2,68 Prozent. Die Technologiebörse Nasdaq steigerte sich um 53 Punkte oder 2,80 Prozent auf 1972 Punkte.

Der Index des Verbrauchervertrauens schoss im März überraschend auf 117 Punkte, nach einem Vormonatsergebnis von 109,2. Dies berichtete das Conference Board, eine New Yorker Forschungsgruppe. Volkswirtschaftler hatten eigentlich einen Rückgang auf 105 erwartet. Der Index gilt als wichtiger Indikator zur Vorhersage der allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten. Die derzeitige Schwäche an den Aktienmärkten habe das Vertrauen der Konsumenten in die US-Wirtschaft kaum beeinflusst, sagte Lynn Franco, die Leiterin der monatlichen Untersuchung.

Wieder Gewinnwarnungen aus den USA

Nachbörslich wurde die gute Laune am Dienstag allerdings getrübt: Der Computerhersteller Palm gab für das dritte Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn von 2 Cents pro bereinigter Aktie bekannt und schlug damit die Konsensschätzungen First Calls um einen Cent. Gleichzeitig sprach das Unternehmen jedoch eine Gewinnwarnung für das laufende Quartal aus: Man gehe beim Management im vierten Quartal von einem Verlust aus, im Gegensatz zu den Schätzungen der Analysten, die bisher von einem Gewinn ausgegangen waren.

Das Netzwerkunternehmen Nortel Networks meldete, dass man im laufenden Quartal nunmehr mit einem Verlust von 10 bis 12 Cents pro Aktie rechnet. An den Märkten hatte man bisher mit einem Verlust von 4 Cents gerechnet. Außerdem nimmt das Unternehmen weitere Stellenkürzungen vor.

Lufthansa und Gold-Zack im Visier der Anleger

Von den Gewinnwarnungen könnten in Frankfurt die Technologie- und Telekomwerte belastet werden, die sich in den vergangenen Tagen wieder erholen konnten. Weiterhin im Blickpunkt der Börsianer stehen die Aktien der Lufthansa. Die Kranichlinie steht derzeit in Tarifverhandlungen mit ihren Piloten. Aufgrund eines Streiks sind am Donnerstagmorgen die meisten Flüge ausgefallen.

Die Beteiligungsgesellschaft Gold-Zack hat im Geschäftsjahr 2000 ihren Gewinn deutlich gesteigert. Allerdings bleibe das Unternehmen auf Grund des schlechten Börsenklimas im letzten Quartal hinter den eigenen Planungen zurück, teilte das Emissionsberatungshaus am Mittwoch in Mettmann mitteilte. Das Unternehmen, das vor allem mittelständische Unternehmen an die Börse bringt, steigerte danach seinen Jahresüberschuss um 70 Prozent auf 193 Millionen Mark (99 Millionen Euro). Vorausgesagt waren nach einer im August angehobenen Prognose 220 Millionen Mark.

Gute Vorgaben aus Fernost

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch fest geschlossen. Der Nikkei-225-Index stieg nach der positiven Vorgabe der Wall Street um 0,9 Prozent und ging mit einem Gewinn von 127,18 Punkten bei 13.765 Punkten aus dem Markt.

Der Yen legte unterdessen zum Dollar zu. Die US-Währung notierte um 15.00 Uhr Ortszeit mit 122,05-07 Yen nach 122,62-65 Yen zur gleichen Zeit am Dienstag. Der Euro notierte zur gleichen Zeit schwächer mit 0,8935-45 Dollar nach 0,8950-54 Dollar am Vortag.