Börse am Morgen: T-Aktie fällt weiter - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen T-Aktie fällt weiter

Telekom, DaimlerChrysler und Deutsche Bank geben deutlich nach und drücken den Index. Nur MLP kann sich gegen den Trend von seinen Verlusten erholen. Bei Schering erwarten Investoren gute Quartalszahlen.
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Frankfurt am Main - Der Dax gab zum Wochenauftakt um 0,8 Prozent auf 5056 Punkte nach, während der Nemax 50 um 0,7 Prozent schwächer auf 1144 Zähler notierte. Fünf Dax-Unternehmen legen in dieser Woche Zahlen vor.

Gewinneinbruch bei Commerzbank erwartet

Die Aktie der Commerzbank   startet am Tag der Bilanzvorlage um 0,5 Prozent schwächer in den Handel. Nach einem Verlust im dritten Quartal geht die Mehrzahl der Analysten davon aus, dass die Bank im vierten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben hat. Die Schätzungen reichen allerdings von einem Verlust von 140 Millionen Euro bis zu einem Gewinn von 85 Millionen Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr dürfte das viertgrößte deutsche Geldhaus ähnlich wie die Deutsche Bank einen drastischen Gewinnrückgang verbucht haben. Am Dienstag folgt der Pharmakonzern Schering   , am Donnerstag die Allianz   und Adidas   .

DaimlerChrysler: Sinkt die Dividende?

Der Autokonzern DaimlerChrysler   geriet ebenso wie die T-Aktie gleich zu Handelsbeginn unter Druck und gab 1,1 Prozent auf 46,10 Euro nach. Am Wochenende flammten Gerüchte wieder auf, der Konzern werde seine Dividende um rund ein Drittel senken: Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" werde der Konzern statt 2,35 Euro nur noch 1,50 Euro zahlen, hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Einen Rückgang der Verkaufszahlen von neun Prozent auf dem US-Markt im Januar wird Konzernchef Jürgen E. Schrempp den DaimlerChrysler-Aktionären am Mittwoch ebenso erklären müssen wie die weitere US-Strategie.

Die Absatzzahlen von DaimlerChrysler in den USA sind im Januar im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent gefallen. BMW   konnte den Absatz um 16 Prozent steigern, während Volkswagen   um sechs Prozent zulegte.

Infineon will Micron überflügeln

Auch Infineon   gab im frühen Handel 0,8 Prozent ab. Der Chiphersteller hat dem koreanischen Konkurrenten Hynix Semiconductor nach koreanischen Zeitungsberichten eine Allianz angeboten, deren Bedingungen besser sind als das Gebot der Micron Technology. Die "Korea Economic Daily" schreibt in ihrer Montagausgabe, Infineon habe Hynix den Austausch eines mehr als 20-prozentigen Gesellschaftsanteils vorgeschlagen. Von deutscher Seite sei ferner angeboten worden, Infineon könne sich an dem südkoreanischen Chiphersteller auch mehrheitlich beteiligen.

T-Aktie: Malone will nachbessern

Die Aktie der Deutsche Telekom   ist am Montag wieder unter die Marke von 17 Euro gefallen. Händlern zufolge litt die Aktie darunter, dass die Agentur Moody´s die Kreditwürdigkeit des Konkurrenten France Telecom herabgestuft hat. Nach einem Bericht des "Spiegel" arbeiten Ron Sommer und Liberty Media Chef John Malone mit Hochdruck daran, dass der Kabelnetzverkauf der Telekom an Liberty doch noch zustande kommt.

Der Elektronikkonzern Siemens   hatte sich dagegen zum Wochenschluss leicht erholt. Die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein hat die Aktie zum Kauf empfohlen und ein Kursziel von 85 Euro gesetzt.

Private Media: Sex sells later

Die Private Media Group hat ihren für Montag vorgesehenen Gang an den Neuen Markt auf Grund des "verhaltenen Marktumfelds" verschoben. Zum derzeitigen Zeitpunkt würde eine zu große Verwässerung für die bestehenden Aktionäre entstehen, teilte das Unternehmen mit. Der spanische Anbieter von Erotikprodukten ist das erste Unternehmen, das in diesem Jahr den Börsengang am Neuen Markt verschiebt. Das Unternehmen willl aber an einer Zweitplatzierung am Neuen Markt festhalten. Private Media ist bereits an der Nasdaq notiert.

Tokio schwächer

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag erneut schwere Verluste erlitten. Der breit angelegte Topix fiel um 1,3 Prozent und schloss mit 943,51 Punkten. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sackte um 159,50 Punkte oder 1,6 Prozent und ging beim Stand von 9.631,93 Punkten aus dem Handel. Der Euro notierte am Morgen fester mit 0,8621 US-Dollar.

Gemischte Stimmung an der Wall Street

Gute Konjunkturdaten hatten die US-Börsen am Freitag nicht beflügeln können. Die Arbeitslosenquote in den USA ist auf 5,6 Prozent gesunken und der Einkaufsmanagerindex stärker als erwartet gestiegen. Allerdings häufen sich Bedenken über die Aussagekraft von Bilanzen nach den schlechten Erfahrungen in der Enron-Affäre. Finanztitel wie Bank of America, Citigroup   oder JP Morgan   blieben unter Druck.