Börse am Morgen: Überraschend fester Auftakt - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Überraschend fester Auftakt

Trotz schwacher Vorgaben der Wall Street sind die deutschen Aktienmärkte gut gestartet. Verlierer des Vortages machen wieder Boden gut.
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Frankfurt am Main - Die deutschen Aktienmärkte haben zur Überraschung von Marktbeobachtern fest eröffnet. Trotz schwacher Vorgaben der Wall Street kletterte der Dax bis 9.30 Uhr 0,5 Prozent auf 5268 Punkte. Die Wachstumswerte im Nemax 50 legten um 0,7 Prozent auf 1016 Zähler zu.

An die Spitze der Gewinnerliste setzten sich allerdings zunächst die Papiere von SAP   , die um 1,85 Prozent kletterten und damit ihre Vortagesverluste mehr als ausgleichen konnten. Siemens   , die am Vortag mehr als zwei Prozent abgegeben hatten, zogen zunächst um 0,70 Prozent auf knapp 74 Euro an. Auch Fresenius Medical Care   , die am Vortag mit Verlusten von mehr als drei Prozent größter Dax-Verlierer waren, machten wieder Boden gut. Die Papiere zogen um 0,60 Prozent an.

Im vergangenen Jahr sind bei BASF   Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit deutlich zurückgegangen des Konzerns deutlich zurückgegangen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sanken die Erlöse der Gruppe im Jahresvergleich um 9,6 Prozent auf 32,5 Milliarden Euro und übertrafen damit die Erwartungen der Analysten. Ein eher verhaltener Ausblick allerdings ließ die Aktie lediglich um ein halbes Prozent auf rund 46 Euro steigen.

Wall Street schloss im Minus

Wall Street: Techwerte auf Talfahrt

Schwache Einzelhandelsdaten und negative Analystenkommentare zur Technologiebranche hatten die amerikanischen Aktienmärkte unter Druck gesetzt. Chip- und Computerwerte gaben auf breiter Front nach.

Notenbankchef Alan Greenspan hatte am späten Abend erneut auf die sich abzeichnende Besserung der amerikanischen Wirtschaftslage verwiesen. Gleichzeitig warnte er jedoch vor den Gefahren hoher Leistungsbilanzdefizite und forderte die Konsumenten zu höheren Sparleistungen auf.

Analysten sagten, die Äußerungen von Greenspan seien weniger optimistisch ausgefallen, als erwartet. Vor allem die Bemerkung, dass er nur eine schrittweise Erholung der Investitionen sehe, habe die Finanzmärkte belastet. Der Dow-Jones verlor 1,2 Prozent auf 10.501. Der Nasdaq-Composite sank um 1,8 Prozent auf 1862. Außerdem hätten die Aktien unter den schlechter als erwartet ausgefallen US-Daten zum Einzelhandelsumsatz sowie unter dem schwachen Ausblick von Goldman Sachs hinsichtlich der Technologieausgaben der Unternehmen gelitten, hieß es.

Intel fielen um fünf Prozent, nachdem J.P. Morgan gesagt hat, dass das zweite Quartal des Chipherstellers schwächer ausfallen werde als bisher angenommen. Zudem prognostizierte sie, dass Intel den Preis für den Pentium-4-Prozessor um die Hälfte senken werde. Weil die aggressive Preissenkung auch Konkurrenten AMD belasten dürfte, sanken auch diese Aktien um 9,2 Prozent. Generell notierten Computerhersteller leichter. Dell fielen um 4,1 Prozent, Compaq gaben 1,1 ab, IBM fielen um 1,2 Prozent.

Größter Verlierer an der Nasdaq waren Comverse Technologie mit einem Abschlag von 17,1. Comverse hatte die Prognosen für das erste Quartal und für das Gesamtjahr 2002 nach unten korrigiert.

Tokio schließt fest

Die Aktienbörse in Tokio hat am Donnerstag fest geschlossen. Der Nikkei legte nach zwischenzeitlichen Verlusten um 153 Punkte oder 1,34 Prozent zu ging mit 11.568 Punkten aus dem Handel. Unterdessen notierte der Dollar um 15.00 Uhr Ortszeit leichter mit 128,77-80 Yen nach 129,33-36 Yen am Mittwoch zur gleichen Zeit. Der Euro notierte fester mit 0,8775-78 Dollar nach 0,8745-48 Dollar am Vortag zur gleichen Zeit.