Börse am Morgen: Vorsichtiger Auftakt - DER SPIEGEL
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Börse am Morgen Vorsichtiger Auftakt

Die deutschen Aktienmärkte sind mit leicht positiver Tendenz in den Handel gestartet. Im Dax sind BMW und Schering gefragt, im Nemax 50 führt Consumer Electronic.
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Der Dax lag im frühen Handel mit rund 0,2 Prozent nur leicht im Plus, auch am Neuen Markt kam der Nemax 50 nur rund ein Prozent über Vortagesniveau.

Mit einm Plus von knapp dreieinhalb Prozent führten BMW klar die Liste der Gewinner im Dax an. Auch Schering wurden zweieinhalb Prozent höher bewertet als zu Börsenschluss am Freitag.

Am Neuen Markt zählten Consumer Electronic mit mehr als sieben Prozent zu den Favoriten unter den Blue Chips. Nach der Ankündigung massiver Stellenstreichungen wurde auch Intershop wieder um knapp fünf Prozent höher gehandelt.

Die Börsianer an den deutschen Aktienmärkte bleiben heute mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Die Handelsplätze in USA bleiben wegen eines Feiertages geschlossen. Obwohl Dow Jones (minus 0,8 Prozent) und die Technologiebörse Nasdaq (minus 0,5 Prozent) am Freitag im Minus geschlossen hatten, schloss die Börse in Tokio fest. Der Nikkei-Index ging mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 13.506 Punkten aus dem Handel. Unter Händlern wurde spekuliert, die Regierung werde möglicherweise der schwachen Börse unter die Arme greifen.

Nach Ansicht von Marktbeobachtern werden sich die Anleger in Deutschland zu Wochenbeginn vorerst zurückhalten. Der Handel werde schleppend verlaufen. So wollten die Investoren vor einem weiteren Engagement zunächst die Quartalszahlen zahlreicher Spitzenunternehmen in den USA abwarten, die am Dienstag und im Laufe der Woche vorgelegt werden. Mit Spannung werden zum Beispiel die Zahlen der High-Techschmieden Intel und AMD erwartet. Zugleich legt die Bank Citigroup ihre Zahlen vor. Später folgen Microsoft, Apple, Sun Microsystems.

Überdies erwarten die Börsianer mit Spannung die Veröffentlichung des Consumer-Price-Index, der Inflationsrate in den USA. Quartalszahlen und Inflationsrate werden näher darüber Aufschluss geben, wie stark sich nun wirklich das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten abschwächen werde. Zugleich könnten sie Signal für eine erneute Zinssenkung in den USA sein. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank tagt am 30. und 31. Januar. Nicht zuletzt tagt am Donnerstag die EZB. Auch hier wartet man gespannt darauf, ob die Bank dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgen und die Zinsen senken wird.