Börse am Nachmittag: Lufthansa erholt sich - DER SPIEGEL
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Börse am Nachmittag Lufthansa erholt sich

Die US-Börsen bleiben am "Memorial Day" geschlossen - die deutschen Indizes dümpeln weiter im Minus. Linde und Lufthansa sind Gewinner im Dax.
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Frankfurt am Main - Der Dax notierte um 16 Uhr bei 6207 Zählern und lag mit 0,3 Prozent im Minus. Die Wachstumswerte im Nemax 50 pendelten um die Marke von 1873 Zählern – ein Minus von einem Prozent. Der marktbreitere Nemax All Share notierte am Nachmittag ebenfalls leicht im Minus.

Lufthansa und Linde waren mit einem Plus von jeweils 1,8 Prozent die Gewinner im Dax. Dahinter notierte die HypoVereinsbank mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 56,45 Euro. Die Banken zeigten sich uneinheitlich: Die Anteilsscheine der Deutschen Bank legten um 0,1 Prozent zu, während die Dresdner Bank leicht nachgab.

Das Schlusslicht im Dax bildeten am Nachmittag die Papiere der Commerzbank mit Abschlägen von rund 2,4 Prozent auf 30,70 Euro. Die Bank hat heute ihre Dividende in Höhe von einem Euro an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Ebenfalls schwach notierte die T-Aktie mit einem Minus von zwei Prozent auf 26,23 Euro.

Der T-Aktie nützte auch die Ankündigung nicht, dass der Londoner Finanzmakler Compere Associates mit einem Bankkonsortium Gebote für einzelne Segmente des Kabelnetzes der Deutschen Telekom abgeben will, falls die Exklusivverhandlungen der Telekom mit der amerikanischen Liberty Media scheitern sollten.

DaimlerChrysler weitete seine Verluste auf 1,2 Prozent (55,60 Euro) aus. Der amerikanische Partner Chrysler hatte zuvor bekannt gegeben, dass 515.000 Wagen des Modells Neon wegen defekter Bremsschläuche in die Werkstätten zurück müssen. Die Aktien von Volkswagen und BMW standen dagegen mit rund einem halben Prozent im Plus.

Neuer Markt: Kinowelt und Morphosys schwach

Kinowelt gehörten am Nachmittag fortgesetzt zu den schwächsten Werten im Nemax 50. Das Medienunternehmen hat für das Gesamtjahr eine Gewinnwarnung herausgegeben und schwache Quartalszahlen vorgelegt. Die Aktie gab zuletzt 7,5 Prozent auf 5,15 Euro nach. Zeitweilig stand das Papier bei 4,66 Euro und markierte damit ein 24-Monats-Tief.

"Die Aktie hat an Glanz verloren", sagte ein Analyst. Der Wert dürfte für längere Zeit in der zweiten oder dritten Reihe stehen. Das Medienunternehmen hatte in den ersten drei Monaten einen Nachsteuerverlust von 33,3 Millionen Euro eingefahren.

Unter Verkaufsdruck standen auch die Aktien der Morphosys AG, die sich um 8,5 Prozent auf 77,70 Euro verbilligten. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen den Fehlbetrag auf 2,03 Millionen Euro verringert und einen Umsatz von 2,76 Millionen Euro erzielt. Analysten hatten jedoch mehr als vier Millionen Euro erwartet.

Zwar will der Insolvenzverwalter des Pleitekandidaten TelDaFax sich darum bemühen, dass das Telefonunternehmen wieder an die Leitungen der Telekom angeschlossen wird. Das scheint die Anleger allerdings nicht mehr zu interessieren. Sie trennen sich von dem Papier, das am Nachmittag 8,8 Prozent auf 0,31 Euro nachgab.

Schwächster Wert am Neuen Markt waren die Aktien von Amatech mit Abschlägen von 20 Prozent auf 1,62 Euro. Das Unternehmen überraschte mit schlechten Quartalszahlen. Die anvisierten Planzahlen wurden weit verfehlt und auch die Liquiditätssituation sei, so Amatech, "nach wie vor stark angespannt".

Die Papiere der CPU Softwarehouse AG notierten mit einem Aufschlag von 18 Prozent auf 1,93 Euro im Plus. Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2001 den operativen Verlust im Vergleich zum Vorjahr um 67 Prozent auf 2,5 Millionen Mark verringert.

Der Kurs des Euro ist am Montag leicht gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8584 (Freitag: 0,8591) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,2785 Mark.