Börse am Vormittag: Auftakt mit Schwächen - DER SPIEGEL
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Börse am Vormittag Auftakt mit Schwächen

Die Wachstumswerte im Nemax-50 starten schwach, können sich dann aber wieder hocharbeiten. T-Online leidet unter starken Verkäufen. Im Dax verbuchen ThyssenKrupp-Papiere dank Transrapid deutliche Aufschläge.
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Die deutschen Aktienmärkte starteten uneinheitlich. Der Dax pendelt um sein Vortagsniveau. Die Wachstumswerte im Nemax-50 lagen zunächst mit zwei Prozent im Minus, verbesserten sich dann aber wieder auf minus 0,4 Prozent. Hier setzen sich offenbar die Gewinnmitnahmen der vergangenen Woche fort.

Die Dax-Spitze führten zunächst die Papiere von ThyssenKrupp mit Kursaufschlägen von rund drei Prozent an. Mit 0,64 Prozent auf 157,10 Euro lagen auch die Aktien von Siemens im Plus. Beide Titel profitierten von der Meldung, dass der Transrapid nun definitiv in Schanghai starten wird.

ThyssenKrupp und Siemens, die federführend am Transrapid-Konsortium beteiligt sind, machen sich mit dem Demonstrationsobjekt in Schanghai auch Hoffnungen auf weit längere, geplante Schnellbahnstrecken in China wie beispielsweise zwischen Peking und Schanghai. ThyssenKrupp gaben dann allerdings auf plus 1,57 Prozent nach. Siemens-Titel fielen auf ihr Vortagsniveau zurück.

Die Dax-Spitze hatten zuletzt Dresdner Bank und BMW mit Aufschlägen von rund drei Prozent inne. Das Wirtschaftsmagazin Barron's hatte sich zuvor positiv zu den Geschäftsaussichten der Autobauer geäußert und BMW einmal mehr als potentiellen Übernahmekandidat interpretiert. Dies wirke sich positiv auf den Aktienkurs aus, erklärten Händler.

KarstadtQuelle waren mit einem Minus von 4,11 Prozent auf 35 Euro schwächster Dax-Wert. Die Essener Kaufhauskette hatte vor Handelsbeginn für das Geschäftsjahr 2000 vorläufige Zahlen bekannt gegeben, die laut einem Analysten schlechter als erwartet ausgefallen waren.

Unter den Wachstumswerten am Neuen Markt gehören EM.TV (plus 8,72 Prozent) und Edel Music (plus 9,54 Prozent) zu den Gewinnern und unterstreichen damit einmal mehr das Comeback der Medienwerte. Im Plus liegen auch die Medienpapiere von Kinowelt Medien (plus 6,21 Prozent). Einen Spitzenplatz im Index belegen auch die Papiere von Intershop, die zuletzt 4,33 Prozent auf rund 14,69 Euro zulegten.

Unter starkem Verkaufsdruck leiden momentan die Titel des Schwergewichts von T-Online. Zeitweilig hatten die Kursabschläge rund neun Prozent betragen. Zuletzt verlor der Wert noch 4,47 Prozent auf 15,19 Euro. Damit erlangen erneut Gerüchte die Oberhand, T-Online werde einen deutlich höheren Verlust ausweisen, als dies von den Experten erwartet worden war. Das Handelsblatt hingegen berichtet am Montag, das Unternehmen werde nach eigenen Angaben die Analysten bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das Jahr 2000 nicht enttäuschen.

Ein Plus von 28,57 Prozent auf 13,50 Euro verbuchte fluxx.com im frühen Handel. Das Kieler Internet-Service-Unternehmen hat zusätzliche Kreditlinien in Höhe von 15 Millionen Mark zur Finanzierung des weiteren Wachstums bereit gestellt bekommen. Damit seien die Aufwendungen der fluxx.com AG bis über den geplanten Zeitpunkt des Break-evens hinaus durchfinanziert, teilte das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung mit.