Börse am Vormittag Auto-Aktien fahren vor
Die deutschen Aktienmärkte sind freundlich in den Tag gestartet. Der Dax stand mit 0,7 Prozent leicht im Plus. Die Wachstumswerte im Nemax-50 knüpften an ihren guten Wochenschluss an und steigerten sich um 0,7 Prozent.
Die Führung im Dax hatten zunächst die Papiere von BMW mit einem Aufschlag von 3,42 Prozent übernommen, verringerten ihr Plus dann allerdings auf rund zwei Prozent. BMW sei in den vergangenen Tagen "sehr stark" gebeutelt worden. Die derzeitigen Kursgewinne seien eine kleine Gegenreaktion, die in diesem lustlosen Handel allerdings "nicht aussagekräftig" sei, erklärte ein Händler.
DaimlerChrysler notieren mit 1,43 Prozent im Plus. Und auch Volkswagen-Aktien konnten um rund ein Prozent zulegen. Die Gewinnerliste im Dax hatten zuletzt die Papiere von Schering (plus 2,52 Prozent) inne. Epcos sowie Deutsche Telekom notierten mit geringen Zuwächsen in etwa auf ihrem Vortagsniveau.
Schwächer notieren dagegen die Technologietitel Infineon (minus 1,16 Prozent) und SAP (minus 0,51 Prozent). SAP waren in der vergangenen Woche der stärkste Dax-Wert und hatten um rund 42 Prozent zugelegt. Hier darf es nicht verwundern, dass Anleger bei einem Niveau von derzeit rund 174 Euro nicht mehr in den Titel einsteigen. Das Papier gehört mit zu den Dax-Verlierern.
Unter den Wachstumswerten am Neuen Markt waren zunächst die Papiere von Intershop und Ce Consumer Electronic gefragt. Das angeschlagene Jenaer Unternehmen Intershop verbuchte ein Plus von 3,91 Prozent auf 9,30 Euro. Intershop hat nach der Gewinn- und Umsatzwarnung am 2. Januar - und dem darauf folgenden Kurseinbruch - ein globales Restrukturierungsprogramm angekündigt. So sollen 30 Prozent der Arbeitsplätze in den USA wegfallen. Gleichzeitig werden weltweite Funktionen zusammengelegt, um das Unternehmen insgesamt effizienter zu machen, hieß es.
Ce Consumer Electronic verteuerten sich bei vergleichsweise hohen Umsätzen um 5,87 Prozent auf 13,70 Euro. Die Aktie hatte am vergangenen Mittwoch stark unter Druck gestanden, nachdem der Chipbroker bekannt gegeben hatte, dass er seine Pläne zum Aufbau einer Internetz-Lizenzbörse vorerst gestoppt habe. Als Begründung wurden die gegenwärtigen Probleme beim Partner EM.TV genannt. Danach verbuchte der Wert aber wieder deutlich Gewinne.
Die Papiere von Kontron konnten nicht an den Höhenflug der vergangenen Woche anknüpfen und verloren auf Grund von Gewinnmitnahmen zuletzt 8,61 Prozent auf 69 Euro. Senator Entertainment, die am Freitag noch einen zweistelligen Zuwachs verzeichnet hatten, gehörten am Vormittag ebenfalls zu den Verlierern mit Abschlägen von rund einem Prozent auf 6,48 Euro.
Der Euro notierte weiter unter der Marke von 95 US-Cent bei Kursen um 0,945 Dollar.