Börse am Vormittag Siemens macht Sorgen
Frankfurt am Main - Der Dax ist am Vormittag in die Verlustzone gerutscht. Nach einer behaupteten Eröffnung verlor der Index bis 10.30 Uhr etwa 0,40 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Wachstumswerten aus. Nach einem festen Start fielen die Technologiewerte rund 0,7 Prozent ins Minus.
Im Dax musste DaimlerChrysler seine Gewinne aus dem frühen Handel wieder abgeben. Nachdem die angekündigten Sparmaßnahmen und Werksschließungen in Nordamerika den Kurs erst beflügelten, fiel die Aktie im Verlauf wieder um 0,3 Prozent. Weiter im Plus hält sich dagegen die Deutsche Bank. Dank eines erwarteten Rekordgewinns zieht die Aktie um über 0,5 Prozent an.
Die Technologiewerte gehören am Montag wieder zu den Sorgenkindern im Dax. Im Vorfeld der für Mittwoch angekündigten Zahlen verliert die gesamte Siemens-Familie. Besonders der Mutterkonzern steht unter Druck und gibt rund 1,3 Prozent ab. Zwar erwarten Händler gute Zahlen, doch der Ericsson-Schock aus der vergangenen Woche sitzt am Markt noch tief. Nun rätselt die Börse über das Handy-Geschäft bei Siemens. Vorsorglich werden da schon Aktien abgestoßen. Die Tochter Epcos, ein Zulieferer im Mobilfunk-Geschäft, wird im Sog mit nach unten gezogen.
Für eine Überraschung könnte Nokia sorgen. Der Handy-Marktführer wird Morgen seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlichen und einen Ausblick auf die kommenden Monate wagen. Sollten die Aussagen enttäuschen, sind deutliche Abschläge zu erwarten.
Fest präsentieren sich die konservativen Werte im Dax. Thyssen Krupp profitiert noch immer von dem Transrapid-Auftrag in China und möglichen Folgeaufträgen. Anleger geben der möglichen Zukunftstechnologie eine Chance und treiben die Aktie um rund ein Prozent nach oben.
Am Neuen Markt klettert die Pandatel-Aktie um sechs Prozent. Am Morgen hatte der Spezialist für Glasfaser- Übertragungstechnologie mitgeteilt, mit dem kanadischen Unternehmen Nortel Networks einen nicht-exklusiven Distributionsvertrag abgeschlossen zu haben. Die Vertriebsvereinbarung für fiberoptische Lösungen gelte für Europa und den Mittleren Osten.
Weiterhin fest im Plus notiert auch EM.TV, die weiterhin mit verschiedenen Unternehmen im Verhandlungspoker steckt. Während sich die Kirch Gruppe für die Formel-1-Beteiligungsgesellschaft SLEC interessiert, will sich Disney bei der Jim Henson Company, Inhaber der Muppet-Show-Rechte, engagieren.