Börse am Vormittag Techwerte im Stimmungshoch
Frankfurt am Main - Der Dax hat seine frühen Gewinne halten können und notierte um 11 Uhr mit 2,1 Prozent im Plus auf 4678 Punkten. Am Neuen Markt kletterte der Nemax 50 um 2,4 Prozent auf 1085 Zähler.
Die gute Stimmung am Markt erklärten Händler mit Hoffnungen auf eine Zinssenkung der EZB in dieser Woche. Aber auch von Seiten der US-Notenbank sei mit einer weiteren Reduzierung der Leitzinsen um 25 Basispunkte zu rechnen, hieß es. Im Wochenverlauf stehen noch wichtige Konjunkturdaten aus Deutschland an. Morgen sollten die Arbeitslosenzahlen für Oktober und der Einkaufsmanager-Index sowie am Mittwoch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Aufschluss über die wirtschaftliche Lage geben.
Im Dax kletterten die Aktien von Infineon mit einem Kursaufschlag von 4,2 Prozent auf 18,50 Euro an die Spitze der Gewinnerliste. Das Unternehmen profitiere von einer steigenden Nachfrage nach Smart-Cards, die mehr Sicherheit in großen Gebäuden versprechen, hieß es am Markt. Aber auch die Konzernmutter Siemens (plus 2,3 Prozent auf 54,73 Euro) und Epcos (plus ein Prozent auf 51,52 Euro) präsentierten sich fest.
Die Aktien von SAP stiegen um 3,8 Prozent auf 121,24 Euro, die T-Aktie gewann 1,2 Prozent auf 17,07 Euro.
Auf Erholungskurs befindet sich auch die Deutsche Post . Die "Aktie Gelb" verteuerte sich um 3,9 Prozent auf 15,85 Euro. Das Papier war am Freitag um über sechs Prozent gefallen, nachdem Medien über Milzbranderreger in deutschen Postsendungen berichtet hatten. Erst nach Börsenschluss wurde deutlich, dass falscher Alarm gegeben wurde.
Deutsche-Bank-Titel legten um 3,2 Prozent auf 66,40 Euro zu. Händler erklärten den Kursaufschwung mit Spekulationen um einen weiteren Stellenabbau und die Schließung etlicher Filialen.
Mit Adidas Salomon notierte am Vormittag lediglich ein Wert im Minus. Die Aktie verlor ohne neue Unternehmensnachrichten rund 0,7 Prozent auf 60,86 Euro.
Neuer Markt: Gute Zahlen von Comroad
An der Wachstumsbörse haben bereits vor Börseneröffnung wieder etliche Firmen ihre Quartalsberichte veröffentlicht. Die im Auswahlindex Nemax 50 notierte Aktie von Comroad stieg um rund fünf Prozent auf 10,80 Euro, nachdem das Unternehmen ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum bekannt gegeben hatte.
Die Zahlen von Focus Digital und der Tomorrow Internet AG sind weniger gut angekommen. Die Aktien der beiden Unternehmen fielen um sieben Prozent auf 3,30 Euro und 6,6 Prozent auf 2,41 Euro. Vor der angekündigten Fusion der Medienhäuser sind die Fehlbeträge deutlich gewachsen.
Steag Hamatech profitierte von einem angekündigten Großauftrag. Die Anteilsscheine verteuerten sich um über acht Prozent auf 7,42 Euro, nachdem der Produzent von CD und DVD-Produktionsanlagen eine Bestellung über 4,5 Millionen Euro erhalten hat.
Die Metabox-Aktie rutschte um mehr als 20 Prozent auf 0,49 Euro. Heute entscheidet das Hildesheimer Amtsgericht über die Zukunft des Herstellers von Set-Top-Boxen. Das Management muss einen finanzstarken Investor aufbringen, der mindestens sieben Millionen Euro in die Firma steckt, um ein drohendes Insolvenzverfahren zu vermeiden.
Gute Vorgaben aus Tokio und New York
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Montag fester geschlossen. Nach der positiven Vorgabe der Wall Street vom Freitag notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zum Handelsende mit einem Aufschlag von 63,76 Punkten oder 0,6 Prozent und ging mit 10.447 Punkten aus dem Markt. Der breit angelegte Topix legte um knappe 0,36 Punkte zu und schloss mit 1054 Zählern.
Der Dow Jones kletterte am Freitag um 0,6 Prozent auf 9324 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 1087 Zähler. Die Nasdaq ging nahezu unverändert aus dem Handel. Der Technologieindex gab um 0,03 Prozent auf 1746 Punkte nach.
Euro-Kurs fällt unter Marke von 0,90 US-Dollar
Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) habe der Gemeinschaftswährung geschadet, berichteten Devisenhändler. Der Euro notierte um 10.30 Uhr bei 0,8984 Dollar. Am Freitagnachmittag hatte die EZB den Referenzkurs bei 0,9056 Dollar festgelegt. Ein Dollar kostete 2,1598 Mark.