Börse am Vormittag: Versicherer sind gefragt - DER SPIEGEL
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Börse am Vormittag Versicherer sind gefragt

Der Dax pendelt um den Vortagesschluss. Münchener Rück klettert nach Quartalszahlen in die Spitze, während Preussag nachgibt. Gewinne bei T-Online halten den Nemax 50 im Plus.
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Frankfurt am Main - Der Dax hat den schwachen Start verdaut, pendelte am Vormittag jedoch weiterhin unentschlossen um den Vortagesschluss von 4914 Zählern. Vor allem die defensiven Titel Allianz   , Fresenius   und Metro   gehörten weiterhin zu den Gewinnern.

Morgan Stanley stützt Versicherer

Die Investmentbank Morgan Stanley hat Anlegern empfohlen, europäische Versicherer überzugewichten. Einer der Favoriten der Analysten ist die Allianz. Auch der Rückversicherer Münchener Rück   legte nach Vorlage der Bilanz deutlich zu. Der Konzern bekräftigte die Schadenschätzung von 2,1 Milliarden Euro nach den Anschlägen am 11. September auf das New Yorker World Trade Center. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sei ein Überschuss von 85 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Der Gewinn je Aktie liege bei 0,48 Euro je Aktie. Anleger sind offenbar erleichtert, dass die Schadensschätzung nicht erneut erhöht worden sind, und greifen im Zuge der Morgan-Stanley-Empfehlung zu.

Lufthansa fest, Versorger trotz Branchenwirbel behauptet

Auch die Aktien der Lufthansa   drehten am Vormittag um 1,1 Prozent ins Plus. Die Fluglinie will heute rückwirkend zum 1. November Kurzarbeit beantragen. Mit der Regelung würden Kündigungen vermieden, hieß es.

Die Aktien der Versorger RWE   und E.ON   zeigten sich trotz erheblicher Unruhe im Sektor behauptet. Das Bundeskartellamt will die geplanten Mineralöl-Fusionen von Shell und DEA sowie von BP und Aral verbieten. Auch die drohende Pleite des US-Energieriesen Enron belastete die deutschen Versorger zunächst nicht.

Preussag und Technologie unter Druck

Enttäuscht waren Analysten dagegen von den Quartalszahlen des Touristikkonzerns Preussag   . Für das dritte Quartal legte Preussag ein Spartenergebnis (EBTA) von 485 Millionen Euro vor, das deutlich unter den Analystenerwartungen lag. "Die Zahlen haben nicht ganz die Prognosen erfüllt", sagte ein Händler. Man müsse aber berücksichtigen, dass das dritte Quartal traditionell das schwächste bei Preussag sei. Die Aktie gab am Vormittag knapp zwei Prozent nach und zählte gemeinsam mit den Technologietiteln zu den Verlierern im Dax.

Infineon und Epcos geben weiter nach

Die Aktien von Infineon   und Epcos   gehörten mit Verlusten zwischen 2,1 und 2,6 Prozent am Donnerstag zu den größten Verlierern im Index. Auch Siemens   gab weiter nach, während die Aktie der Deutschen Telekom   um den Vortagesschluss pendelte. Einziger Techtitel mit Gewinnen war am Donnerstag Vormittag der Softwarehersteller SAP, der sich um 0,8 Prozent erholte.

Schwergewicht T-Online zieht Nemax 50 ins Plus

Der Internet-Provider T-Online   baute im Handelsverlauf sein Plus auf mehr als zehn Prozent aus und führte die Gewinnerliste im Nemax 50 an. T-Online hat im dritten Quartal 2001 einen Jahresfehlbetrag von 118 Millionen Euro ausgewiesen. Wie die Online- und Internet-Tochter der Deutschen Telekom am Donnerstag weiter mitteilte, stieg der Umsatz im dritten Quartal auf 270,0 Millionen Euro. Die Zahl der Flatrate-Kunden erhöhte sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 73 Prozent auf 578.000 Kunden.

Doppel-Whopper für Thiel Logistik

Der Logistiker Thiel Logistik   wird ab April 2002 die Versorgung von derzeit 100 deutschen Burger-King-Filialen zu übernehmen. Das Gesamtvolumen des Burger-King-Auftrags bezifferte Thiel Logistik mit zirka 100 Millionen Mark. die Aktie stieg um rund zwei Prozent.

Der Softwareanbieter Brokat   verloren dagegen 5,1 Prozent auf 0,37 Euro. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, der vorläufige Insolvenzverwalter werde dem Amtsgericht Stuttgart in den nächsten Tagen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorschlagen. Auch Pixelpark   gab mehr als fünf Prozent ab.

Euro fester

Trotz der negativen Vorgabe der Wall Street zog der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte am Mittwoch gegen Handelsende an und ging mit einem leichten Gewinn von 0,3 Prozent bei 10.655 Punkten aus dem Handel. Der Euro notierte am Donnerstag Vormittag fester mit 0,8888 Dollar nach 0,8845 Dollar am Vortag.